Quiz: Analfissuren und Analfisteln erfolgreich behandeln – wie gehen Sie in der Praxis vor? 

Richard H. Sinert

Interessenkonflikte

21. November 2022

In der Regel sind die Symptome einer Analfissur recht spezifisch. Oft lässt sich eine Diagnose bereits anhand der Anamnese stellen. Allerdings werden die Analfissur wie auch andere häufige gutartige Pathologien des Anus mitunter fehldiagnostiziert oder mit einer anderen Erkrankung dieser Art verwechselt.

Analfissuren können zu rektalen Schmerzen vor allem während des Stuhlgangs führen, die als brennend, schneidend oder reißend beschrieben werden. Ein Spasmus des Anus ist ein deutlicher Hinweis auf eine Analfissur.

In der Vorgeschichte berichten Patienten öfter von Verstopfungen oder von hartem Stuhlgang. Häufig ist hellrotes Blut dem Stuhl aufgelagert, aber normalerweise nicht mit dem Stuhl vermischt und auch nur in geringer Menge vorhanden. Gelegentlich findet sich auch Blut auf dem Toilettenpapier. Eine solche Blutung kann aber unbemerkt bleiben.

Patienten mit Analfisteln berichten manchmal auch Schmerzen beim Stuhlgang. Außerdem leiden sie häufig unter einem übelriechenden perianalen Ausfluss, Juckreiz, rezidivierenden perianalen Abszessen, Fieber oder perianalen Schmerzen infolge eines okkludierten Fistelgangs.

Die meist pochenden Schmerzen treten beim Sitzen, bei Bewegung, beim Stuhlgang und sogar beim Husten auf. Sie können den ganzen Tag über anhalten. Gelegentlich verschwinden die Schmerzen spontan, wenn eine Fistel sich wieder öffnet oder wenn sich ein neuer Abflussweg gebildet hat. Patienten mit Analfisteln berichten mitunter auch über einen kürzlich aufgetretenen Perianal- oder Gesäßabszess.

Kommentar

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