Ein 42-jähriger Geschäftsmann klagt über seit 6 Monaten bestehende Müdigkeit. Zuvor hatte er mehrere Jahre währende Scheidungsstreitigkeiten hinter sich gebracht. Zudem berichtet er über zeitweilige lumbale Schmerzen, die sich unter Ibuprofen bessern. Ansonsten fühlt er sich gesund und führt seine Beschwerden auf Depressionen infolge der Scheidung zurück, weshalb er auch regelmäßig einen Therapeuten aufsucht.
Er nimmt außer Vitaminpräparaten keine Medikamente ein. 1 Monat zuvor hatte er sich mit seiner neuen Freundin auf eine Fernreise auf die Bahamas begeben. Seitdem haben sich seine depressiven Beschwerden gebessert, doch die Rückenschmerzen haben zugenommen. Manchmal wird er davon sogar nachts wach und ist dann mitunter fiebrig und geschwitzt. Er hat auch „ein paar Pfund“ an Gewicht verloren. Seine besorgte Freundin hatte ihn jetzt zu einem Arztbesuch überredet.
Die Schmerzen des Patienten beschränken sich auf den unteren Rücken und werden weder durch Wärme noch durch Ruhe gelindert. Er hat darüber hinaus keine Knochenschmerzen, Gelenkschmerzen oder -schwellungen. Es gibt keine Auffälligkeiten in der Anamnese mit Blick auf Hautausschläge oder Blutergüsse, keinen Husten, kein Keuchen, keine Brustschmerzen, keine Heiserkeit, keine Kurzatmigkeit und auch keine anderen Atemwegssymptome. Der Patient hatte vor 4 Jahren nach einer schweren Lungenentzündung mit dem Rauchen aufgehört. Er konsumiert Alkohol in Maßen und nimmt keine anderen Drogen.
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Diesen Artikel so zitieren: Fall: Müdigkeit und Rückenschmerzen haben viele Gründe – nicht alle sind harmlos. Wie helfen Sie diesem 42-Jährigen? - Medscape - 6. Okt 2022.
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