Quiz: Risiken in und um das Wasser – sind Sie gut vorbereitet auf Badeunfälle oder Infektionen?

Richard H. Sinert

Interessenkonflikte

29. August 2022

Die traditionelle Grundlage der Diagnose ist der mikroskopische Nachweis von Giardia-Trophozoiten oder -Zysten im Stuhl infizierter Patienten. An dieser diagnostischen Methode müssen sich nach wie vor andere Tests messen lassen.

Es gibt auch ein ELISA-Verfahren zum Antigennachweis im Stuhl. Diese Tests sind preislich mit dem anderen Stuhltest vergleichbar und haben eine hohe Sensitivität und Spezifität. Sie eignen sich am besten als Screening-Test, sollten die Stuhlmikroskopie aber nicht ersetzen.

Zur Differenzialdiagnose der Giardiasis zählen nämlich auch andere parasitäre Erkrankungen, weshalb die Stuhlmikroskopie routinemäßig durchgeführt werden sollte.

Ungefähr die Hälfte der Personen mit Giardiasis ist asymptomatisch. Wenn Symptome auftreten, setzen diese zumeist 1 bis 2 Wochen nach der Infektion ein. Zu den Beschwerden und Symptomen der Giardiasis gehören:

  • Durchfall

  • Unwohlsein, Schwäche

  • aufgetriebenes Abdomen

  • Blähungen

  • Unterleibskrämpfe

  • Übelkeit

  • übelriechender, fettiger Stuhl

  • Anorexie

  • Gewichtsabnahme

  • Erbrechen

  • leichtes Fieber (selten)

  • verschiedene neurologische Symptome (z.B. Reizbarkeit, Schlafstörungen, Depression, Neurasthenie)

  • Urtikaria.

Die Standardbehandlung der Giardiasis besteht in einer Antibiotikatherapie. Am häufigsten wird Metronidazol eingesetzt, doch gibt es hierunter auch eine relativ hohe Quote an Therapieversagern, was die vollständige Beseitigung des Parasiten aus dem Darm betrifft, sowie eine eher schlechte Compliance. Im Allgemeinen sollten asymptomatische Personen, die den Organismus ausscheiden, nicht behandelt werden, sofern es nicht um die Verhinderung von einer Übertragung innerhalb des eigenen Haushalts (z.B. von Kleinkindern auf Schwangere oder auf Patienten mit Hypogammaglobulinämie oder Mukoviszidose) und eine angemessene Behandlung von Personen mit einer möglichen G.-intestinalis-assoziierten Antibiotika-Malabsorption geht, die wegen anderer Infektionen eine orale Antibiose benötigen.

Kommentar

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