Quiz: Spritzen ins Kniegelenk gegen Gonarthrose – was ist sinnvoll und kennen Sie die Risiken? 

James Monroe Laborde

Interessenkonflikte

18. August 2022

Die intraartikuläre Kortikoidinjektion wird häufig zur Behandlung starker Schmerzen im Rahmen einer Gonarthrose eingesetzt, wenn Gewichtsreduktion, Bewegung und orale Medikamente keine Linderung gebracht haben. Sie kann vor allem gegen die Schmerzen bei akuten Schüben und Entzündungen kurzfristig hilfreich sein.

Die Injektionen senken die Knieschmerzen im Durchschnitt für 4 bis 6 Wochen signifikant. Allerdings sind die vorliegenden Daten zum Nutzen widersprüchlich. Nach manchen Untersuchungen lassen die Kortikoidinjektionen die Arthrose rascher fortschreiten und begünstigen subchondrale Insuffizienzfrakturen, Osteonekrose und eine schnellere Gelenkzerstörung.

Das American College of Rheumatology spricht sich indes aufgrund der guten Kurzzeitergebnisse bei der Gonarthrose für Kortikoidinjektionen aus. Die American Academy of Orthopedic Surgeons wiederum empfiehlt in ihren klinischen Leitlinien keine Kortikoidinjektionen, weil ihr die Evidenzen dafür fehlen.

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