Prostata-Ca: Radikale Prostatektomie, Brachytherapie oder externe Strahlentherapie im Vergleich

Petra Kittner

Interessenkonflikte

9. August 2022

Die externe Strahlentherapie zeigt bei Patienten mit klinisch lokal begrenztem Prostatakarzinom 10 Jahre nach der Behandlung eine ähnliche Überlebensrate wie die Brachytherapie, birgt jedoch ein höheres Risiko für eine biochemische Progression. Das zeigen kürzlich veröffentlichte Daten [1]

Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass keine einzelne Behandlung als die bevorzugte Strategie für die Behandlung aller Patienten angesehen werden kann, und sie können Ärzten dabei helfen, die klinische Entscheidungsfindung zu erleichtern.

Studie mit mehr als 700 Patienten

Ein Blick auf die Details. Die Veröffentlichung basiert auf einer prospektiven Beobachtungsstudie mit 704 Patienten mit klinisch lokal begrenztem Prostatakarzinom, die mit radikaler Prostatektomie (n=192), Brachytherapie (n=317) oder externer Strahlentherapie (n=195) behandelt wurden.

Nach 10 Jahren betrugen die OS-Raten 85,3%, 78,1% und 73,3% bei Patienten, die sich einer radikalen Prostatektomie, einer Brachytherapie bzw. einer externen Strahlentherapie unterzogen hatten. Verglichen mit radikaler Prostatektomie zeigte sich unter Brachytherapie und externer Strahlentherapie keine Verbesserung des 10-Jahres-OS (aHR 1,36 [p=0,292] bzw. 1,44 [p=0,222]). Es kam jedoch zu einem signifikant verschlechtertes 10-Jahres-Überleben ohne biochemisches Rezidiv (aHR 1,93 [p=0,004] bzw. 2,56 [p<0,001]). Die Prostatakrebs-spezifische Mortalität war in der Gruppe mit externer Strahlentherapie signifikant höher (aHR 9,37; p=0,015) als in der Gruppe mit radikaler Prostatektomie.

Der Beitrag ist im Original erschienen auf Univadis.de.

 

Kommentar

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