Quiz: Wie gut kennen Sie sich bei der Therapie der Multiplen Sklerose aus? Testen Sie Ihr Wissen!

Michelle H. Cameron

Interessenkonflikte

22. Juni 2022

Bei MS-Patienten können Pumpen zur Abgabe von Spasmolytika wie Baclofen chirurgisch intrathekal eingesetzt werden. Bei Baclofen-Pumpen besteht jedoch das Risiko von Fehlfunktionen mit Baclofen-Überdosierungen. Daher ist Vorsicht geboten.

Die aHSCT kann den Verlauf einer MS bremsen und die Schäden am Nervensystem beseitigen. Eine Studie zum Langzeit-Outcome der aHSCT in einer großen Kohorte von MS-Patienten kam zu dem Schluss, dass bei der Mehrheit der Patienten eine Verschlechterung der Behinderung verhindert wird und es bei RRMS-Patienten zu einer dauerhaften Verbesserung der Behinderungen kommt. Bei Letzteren betrug die Überlebensrate ohne Verschlechterung der Behinderung 85,5% nach 5 Jahren und 71,3% nach 10 Jahren. Bei Patienten mit progredienter MS lag das Überleben ohne Verschlechterung der Behinderung nach 5 Jahren bei 71,0% und nach 10 Jahren bei 57,2%.

In einer Studie mit 110 Patienten mit schubförmiger MS konnte der Verlauf nach einer Stammzelltherapie besser kontrolliert werden. Nach einem Jahr hatte nur ein Empfänger von Stammzellen einen Rückfall erlitten, während es in der Gruppe der Arzneimitteltherapie zu 39 Rückfällen gekommen war. Zudem kam es während eines durchschnittlichen Nachbeobachtungszeitraums von 3 Jahren bei nur 6% der Stammzellpatienten zu einem Therapieversagen, während davon bei der Pharmakotherapie 60% betroffen waren.

Operative Verfahren bei MS zielen in erster Linie auf die Linderung von Symptomen wie Schluckstörungen, schweren Spastiken, Kontrakturen und starken neuropathische Schmerzen ab. Mögliche Maßnahmen sind etwa die Anlage einer gastrojejunalen Sonde, das Lösen einer Adduktoren-Beinmuskel-Sehne oder die Rhizotomie.

Dieser Artikel wurde von dem Arzt und Autor Markus Vieten aus www.medscape.com übersetzt und adaptiert.
 

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