Quiz: Wie gut kennen Sie sich bei der Therapie der Multiplen Sklerose aus? Testen Sie Ihr Wissen!

Michelle H. Cameron

Interessenkonflikte

22. Juni 2022

Der monoklonale Antikörper Alemtuzumab ist als Monotherapie bei RRMS mit hochaktivem Verlauf trotz angemessener Behandlung mit mindestens einem DMT oder bei einer sich rasch entwickelnden schweren Erkrankung zugelassen. Es handelt sich dabei um einen rekombinanten monoklonalen Antikörper gegen CD52 (Lymphozyten-Antigen), der ursprünglich zur Behandlung von Lymphomen entwickelt wurde. Diese Wirkung fördert die antikörperabhängige Zelllyse.

Glatirameracetat ist ein synthetisches Polypeptid, das die Schubfrequenz bei RRMS-Patienten senken soll, aber auch nach einem ersten klinischen Schub mit Läsionen im MRT gegeben wird. In einer Doppelblindstudie an 251 RRMS-Patienten ging die Häufigkeit der Schübe unter Glatirameracetat über einen Zeitraum von 2 Jahren um 29% zurück.

Ein positiver Effekt auf das Fortschreiten von Behinderungen wird vermutet, allerdings konnte ein solcher Effekt in dieser Studie aufgrund fehlender im Vorfeld festgelegter Maße für den Behinderungsgrad nicht verifiziert werden. Daher ist Glatirameracetat nicht für eine Verlangsamung des Fortschreitens einer Behinderung gedacht.

Natalizumab ist ein humanisierter monoklonaler Antikörper, der sich an das Adhäsionsmolekül Alpha-4-Integrin bindet, wodurch die Einwanderung von Lymphozyten in das ZNS verhindert wird. Natalizumab ist als Monotherapie für die Behandlung von Patienten mit schubförmiger MS angezeigt, um die Zunahme der körperlichen Behinderungen zu verzögern und die Häufigkeit klinischer Exazerbationen zu verringern. Natalizumab wird im Allgemeinen bei Patienten eingesetzt, die auf eine DMT der ersten Wahl nicht angesprochen haben oder unter einer hochaktiven Krankheit leiden.

Der Sphingosin-L-Phosphat-Rezeptor-Modulator Fingolimod ist das erste orale DMT, das von der FDA für die schubförmigen Formen der MS zugelassen wurde. Wie andere DMT kann auch Fingolimod die Häufigkeit klinischer Exazerbationen verringern und die Zunahme der körperlichen Behinderung verzögern.

Die empfohlene Dosierung für Fingolimod beträgt täglich 0,5 mg. Für Fingolimod bestehen folgende Kontraindikationen: kürzlich erlittener Myokardinfarkt, instabile Angina pectoris, transitorische ischämische Attacke, dekompensierte Herzinsuffizienz mit erforderlichem stationärem Aufenthalt oder Herzinsuffizienz der Klasse NYHA III/IV, früherer oder bestehender AV-Block II. Grades Typ Mobitz oder AV-Block III. Grades, Sick-Sinus-Syndrom (außer bei implantiertem Schrittmacher) oder einem QTc-Basisintervall ≥ 500 ms, Behandlung mit Antiarrhythmika der Klasse Ia oder III.

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