Reise-„Fieber“ in Deutschland: Mit 9 Fragen Beschwerden nach einem Urlaub in den Tropen eingrenzen

Redaktion: Dr. Nina Mörsch

Interessenkonflikte

23. Juni 2022

 

© Jarun011

Wie geht es weiter nach dem 1. Verdacht?

Bei Anzeichen einer schweren Erkrankung wie Dyspnoe, Blutungszeichen, Hypotension oder ZNS-Symptome sollen Sie Patienten in eine Klinik überweisen. Innerhalb eines Tages sollte dann die Diagnose stehen und die Behandlung beginnen. Schützen Sie sich und Ihr Team bzw. Kollegen vor übertragbaren Erkrankungen.

Zur weiterführenden Diagnostik in der Praxis gehören – sofern keine Auffälligkeiten wie z.B. Meningismus oder Herzgeräusche vorliegen – infektiologische Routinelaboruntersuchungen (CRP, Blutbild, etc.), das Anlegen einer Blutkultur (aerob, anaerob), ein Urinstreifentest und Schnelltests auf Malaria und Dengue. Denken Sie generell an sonstige Ursachen für Fieber, etwa eine Endokarditis.

Zum Ausschluss von Malaria sei immer ein dicker Tropfen und Blutausstrich noch am selben Tag zusätzlich durchzuführen, betont der Tropenmediziner ausdrücklich, denn: „Gelegentlich ist der Schnelltest negativ. Doch die Malaria tertiana kriegen sie oft nur im dicken Tropfen und im Blutausstrich raus. Und Sie müssen die Diagnostik am folgenden Tag wiederholen.”

Hierfür sei wichtig zu wissen, dass ein einmaliges Testergebnis Malaria nicht ausschließe. Die Bestimmung von Malaria-Antikörpern sei hingegen obsolet. Weitere Tests umfassen je nach Ergebnis Serologien, Antigenuntersuchungen und PCR.

Kommentar

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