Umfrage der Stiftung Gesundheit: Hausärzte leiden besonders unter der Corona-Pandemie

Presseagentur Gesundheit (pag)

Interessenkonflikte

20. April 2022

Die Stiftung Gesundheit hat eine repräsentative Befragung unter Ärzten und Angehörigen von nicht-ärztlichen Heilberufen durchgeführt, um herauszufinden, wie stark diese von der Corona-Pandemie betroffen sind. Das Ergebnis: Mehr als die Hälfte der Befragten gibt eine hohe bis sehr hohe Belastung an.

Dabei zeigt sich, dass nicht alle Ärzte gleichermaßen unter den Auswirkungen der Pandemie leiden. Im Fokus stehen vor allem Hausärzte: Mehr als 44% berichten von sehr starken Belastungen durch COVID-19 in ihrer beruflichen Tätigkeit. Fachärzte dagegen bewerteten die Auswirkungen nur im mittleren Bereich.

Bei den nicht-ärztlichen Heilberufen zeichnet sich ebenfalls ein uneinheitliches Bild ab. Mehr als 2 Drittel der Logopäden gibt an, sehr stark bis stark durch COVID-19 beeinträchtigt zu sein, bei den Ergotherapeuten sind es noch mehr als 40%, die über sehr starke Belastungen klagen. Heilpraktiker dagegen geben ein über alle Bewertungsstufen gleichmäßiges Bild ab.

Belastungen nicht nur durch Personalengpässe

Zu den durch COVID-19 verursachten Belastungen zählen vor allem Personalengpässe durch Corona-bedingte Erkrankungen und Quarantäne. Aber auch kurzfristige Terminabsagen durch die Patienten bringen die Praxisabläufe an ihre Grenzen. Gründe für die Terminabsagen sind beispielsweise Erkrankungen, Quarantäneauflagen, aber auch Ängste der Patienten.

Hinzu kommt ein höherer zeitlicher und finanzieller Aufwand durch Hygieneauflagen. Dabei werden insbesondere die Kosten für Masken, Tests und Handschuhen genannt, aber auch der zeitliche Aufwand durch Desinfektion, Testungen und Team-Einweisungen.

Nicht-ärztliche Heilberufler beklagen zudem den „extrem niedrigen finanziellen Ausgleich“ durch gestiegene Hygieneanforderungen im Vergleich zu Arztpraxen.

Als weiteres Belastungsmoment werden unter anderem auch „ständige Akutvorstellungswünsche“ von Patienten genannt. Eine strukturierte Sprechstunde sei seit 2 Jahren nicht mehr durchführbar, erklärte einer der 984 Befragten der Studie.

Dieser Artikel ist im Original erschienen auf Univadis.de.

Dieser Artikel ist im Original erschienen auf  Coliquio.de .

 

Kommentar

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