Quiz: Alles andere als „magic“: Vergiftungen mit „Zauberpilzen“, LSD & Co. – wie helfen Sie Patienten? 

Richard H. Sinert

Interessenkonflikte

13. Januar 2022

Die gesamte Intoxikation klingt meist innerhalb von 6 bis 8 Stunden ab. Einige Symptome können mehrere Tage bestehen bleiben, bis sie vollständig verschwunden sind.

Wenn Patienten stark agitiert sind, können Anxiolytika erforderlich sein. Zur Sedierung und Behandlung von Panikattacken, Halluzinationen und Krampfanfällen können Benzodiazepine eingesetzt werden. Mitunter wird bei anhaltender psychotischer Symptomatik eine psychiatrische Beratung und Beurteilung erforderlich.

Symptomatische Patienten werden mit unterstützenden Maßnahmen behandelt. Wenn die Einnahme nicht länger als 1 Stunde her ist, kann eine Magenspülung noch sinnvoll sein. Es liegen zu diesem Vorgehen jedoch keine gesicherten Daten vor. Innerhalb dieses Zeitraumes ist auch die orale Gabe von Aktivkohle ein Thema. Die Adsorption von Psilocybin an die Aktivkohle ist jedoch nicht nachgewiesen, und es gibt auch keine Hinweise dafür, dass die routinemäßige Verabreichung mehrerer Dosen Aktivkohle sinnvoll ist.

Wenn es zu starkem Erbrechen kommt, was selten ist, oder wenn Anzeichen für einen Volumenverlust vorliegen, sollte Flüssigkeit i.v. gegeben werden. Die Gabe von Ipecacuanha-Sirup sollte generell vermieden werden. Ein Fieber, das in dieser Situation wahrscheinlich die Folge der Unruhe und der erhöhten motorischen Aktivität ist, sollte nicht mit fiebersenkenden Mitteln behandelt werden.

Dieser Artikel wurde von dem Arzt und Autor Markus Vieten aus www.medscape.com übersetzt und adaptiert.
 

Kommentar

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