Quiz: Alles andere als „magic“: Vergiftungen mit „Zauberpilzen“, LSD & Co. – wie helfen Sie Patienten? 

Richard H. Sinert

Interessenkonflikte

13. Januar 2022

Da einige Pilztoxine (z.B. Gyromitrin) eine hämolytische Anämie verursachen können, sollte bei Intoxikationen ein großes Blutbild angefertigt werden.

Die Einnahme anderer, teils hepatotoxischer Pilze ist nicht ausgeschlossen (z.B. mit Cyclopeptid) und somit sind auch die Basislaboruntersuchungen der Leberfunktion angezeigt. Einige Pilze wirken nephrotoxisch, sodass dasselbe auch für die Kontrolle der Nierenwerte gilt.

Die Abklärung einer Rhabdomyolyse schließlich sollte in Betracht gezogen werden, wenn es entsprechende Beschwerden und Symptome gibt, weil einige Pilze (z.B. Tricholoma equestre) muskeltoxisch sind. Es gibt zwar Serum- und Urintests für Toxine wie Muscarin, Muscimol und Psilocybin, doch helfen sie im klinischen Alltag wenig weiter und sind auch selten notwendig. Sie spielen eher bei forensischen Untersuchungen eine Rolle.

Mit Hilfe chromatografischer Verfahren (z.B. Dünnschichtchromatografie, Gas-Flüssig-Chromatografie und Hochleistungsflüssigkeitschromatografie) lassen sich Ibotensäure, Muscimol und Psilocybin sowie andere Pilztoxine nachweisen (z.B. Amanitine, Orellanin, Muscarin und Gyromitrine). Diese Techniken stehen jedoch praktisch tätigen Medizinern kaum zur Verfügung und sind weitgehend auf Labors der Forschung beschränkt.

Kommentar

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