US-Daten: Wenig Impfkomplikationen bei Kindern zwischen 5 und 11 Jahren – schweres COVID-19 eher bei Ungeimpften

Carolyn Crist

Interessenkonflikte

7. Januar 2022

Die Centers for Disease Control and Prevention (CDC), Atlanta, haben 2 Studien zur Sicherheit von COVID-19-Impfstoffen für Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren veröffentlicht. Sie betonen, wie wichtig es sei, Kinder gegen SARS-CoV-2 zu impfen, um schwere Erkrankungen und Krankenhausaufenthalte zu verhindern.

In einer Studie stellten Forscher fest, dass ernsthafte Probleme bei Kindern, die den Impfstoff von BioNTech/Pfizer erhalten hatten, selten waren.

In einer weiteren Studie untersuchten Wissenschaftler stationäre Behandlungen von Kindern mit SARS-CoV-2-Infektion zwischen Juli und August 2021. Sie fanden heraus, dass fast alle pädiatrischen Patienten, die eine schwere COVID-19-Erkrankung entwickelt hatten, nicht vollständig geimpft waren.

 
Diese Studie … unterstreicht, wie wichtig die Impfung aller in Frage kommenden Kinder ist. Dr. Valentine Wanga und Kollegen
 

„Diese Studie zeigt, dass ungeimpfte Kinder, die wegen COVID-19 ins Krankenhaus eingeliefert wurden, schwer erkranken können, und unterstreicht, wie wichtig die Impfung aller in Frage kommenden Kinder ist, um einen individuellen Schutz zu gewährleisten und diejenigen zu schützen, die noch nicht geimpft werden können“, schreiben die Autoren um Dr. Valentine Wanga.

Welche unerwünschten Ereignisse treten nach der Impfung von Kindern auf?

Nach Angaben der New York Times wurden in den USA bisher fast 9 Millionen Dosen des Vakzins von BioNTech/Pfizer an 5- bis 11-Jährige verimpft. Bis Mitte Dezember, also rund 6 Wochen, nachdem die Altersgruppe im Oktober für die Impfung zugelassen wurde, hatten die CDC nach eigenen Angaben nur sehr wenige Berichte über schwerwiegende Komplikationen erhalten.

CDC-Forscher werteten Berichte von Ärzten und von Patienten aus, einschließlich der Antworten von Eltern und Erziehungsberechtigten von etwa 43.000 Kindern im Alter von 5 bis 11 Jahren. Viele Kinder hatten nach der Impfung leichte Beschwerden wie Schmerzen an der Injektionsstelle, Müdigkeit oder Kopfschmerzen, insbesondere nach der 2. Dosis.

Von den mehr als 4.100 Meldungen über unerwünschte Ereignisse, die im November und im Dezember 2021 eingegangen waren, betrafen 100 schwerwiegende Ereignisse, wobei Fieber oder Erbrechen am häufigsten genannt wurden.

11 bestätigte Meldungen betrafen eine Myokarditis, die als seltene Nebenwirkung des Impfstoffs bei Jungen und Männern zwischen 12 und 29 Jahren beobachtet wurde. Von ihnen hatten sich 7 bereits erholt und 4 befanden sich zum Zeitpunkt des Berichts noch in der Genesungsphase.

Die CDC erhielten auch Berichte über 2 Todesfälle, Mädchen im Alter von 5 und 6 Jahren, die jedoch chronische Krankheiten hatten und bereits vor der Impfung bei schlechter Gesundheit waren. Die Behörde erklärte, dass keine Daten auf einen „kausalen Zusammenhang zwischen Tod und Impfung“ hindeuteten.

Weitere Meldungen betrafen Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren, die eine zu hohe Impfdosis erhalten haben, sprich die Menge für ältere Kinder oder für Erwachsene. In den meisten Berichten hieß es, dass keine Probleme aufgetreten seien.

Schützen Impfungen Kinder vor schwerem COVID-19?

In einer separaten Studie über pädiatrische Krankenhausaufenthalte untersuchten CDC-Forscher mehr als 700 Kinder unter 18 Jahren, die im Juli und August 2021 in 6 Kinderkrankenhäusern in Arkansas, Florida, Illinois, Louisiana, Texas und Washington D.C. wegen COVID-19 stationär behandelt worden waren.

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass nur 1 der 272 Patienten im Alter von 12 bis 17 Jahren, die für eine Impfung in Frage kamen, vollständig geimpft worden war, und 12 waren nur teilweise geimpft.

Darüber hinaus hatten etwa 2 Drittel der hospitalisierten Kinder zwischen 12 und 17 Jahren eine Grunderkrankung, wobei Adipositas am häufigsten auftrat. Etwa ein Drittel der Kinder unter 5 Jahren hatte mehr als eine virale Infektion.

Insgesamt mussten etwa 30% der Kinder auf der Intensivstation behandelt werden, und 15% benötigten eine invasive Beatmung. Fast 3% aller Patienten litten am Multisystem-Entzündungssyndrom bei Kindern (MIS-C), einer seltenen, aber schwerwiegenden Entzündungserkrankung im Zusammenhang mit COVID-19. Von allen Kindern, die mit COVID-19 ins Krankenhaus kamen, starben etwa 1,5%.

„Nur wenige der wegen COVID-19 hospitalisierten Patienten, die für eine Impfung in Frage kommen, wurden geimpft. Dies unterstreicht die Bedeutung der Impfung für Kinder ab 5 Jahren und anderer Präventionsstrategien zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor COVID-19, insbesondere bei Kindern mit Grunderkrankungen“, schreiben die Studienautoren.

Der Beitrag wurde von Michael van den Heuvel aus www.medscape.com übersetzt und adaptiert.
 

Kommentar

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