Quiz: Arrhythmien an Silvester? Vielleicht haben ein paar Gläschen zuviel zum Holiday-Heart-Syndrom geführt…

Yasmine S. Ali

Interessenkonflikte

27. Dezember 2021

Da das alkoholinduzierte Vorhofflimmern bei einem strukturell gesunden Herzen in der Regel vorübergehend ist, reichen die Kontrolle der Herzfrequenz und eine unterstützende Behandlung der Alkoholintoxikation im Allgemeinen aus.

Zur Kontrolle der Herzfrequenz kann eine Behandlung mit einem AV-Knoten-Blocker (z.B. Betablocker, Kalziumkanalblocker) erforderlich sein, wenn die Herzfrequenz zu hoch ist. Digoxin ist hier nur das Mittel der 3. Wahl.

Eine dauerhafte Therapie mit einem solchen Medikament ist selten indiziert. Wenn die Dauer des Vorhofflimmerns 24 bis 48 Stunden beträgt, kann über eine (pharmakologische oder elektrische) Kardioversion nachgedacht werden, sobald der Patient medizinisch optimal eingestellt und der Alkoholentzug abgeschlossen ist.

Obwohl im Grunde eine langfristige Antikoagulation bei Patienten mit paroxysmalem, persistierendem oder permanentem Vorhofflimmern und Risikofaktoren für Schlaganfall oder systemische Thromboembolien angezeigt ist, sollte man bei akuter Alkoholtoxizität Vorsicht walten lassen. Sofern es keine Hochrisikomerkmale gibt, wie z.B. ein früherer Schlaganfall, eine mechanische Herzklappe oder andere Indikationen für eine Antikoagulation, sollte der Patient zunächst die akute Episode hinter sich bringen und mit der Antikoagulation erst beginnen, wenn er klinisch stabil ist.  

Dieser Artikel wurde von dem Arzt und Autor Markus Vieten aus https://www.medscape.com übersetzt und adaptiert.
 

Kommentar

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