Erste Hilfe am Badesee: Es gibt immer mehr Nichtschwimmer – so retten Ärzte das Leben von Ertrinkenden

Dr. Tobias Warnecke 

Interessenkonflikte

5. August 2021

Quelle: Dreamstime

Opfer bergen – einen Notruf absetzen

Beim Ertrinkungsnotfall taucht der oder die Verunfallte ganz (Submersion) oder teilweise (Kopf oberhalb des Wassers, Immersion) ein, was im Ergebnis zu einer respiratorischen Beeinträchtigung führt. Weitere Begrifflichkeiten und Definitionen („nasses“ vs. „trockenes“ Ertrinken, Beinahe-Ertrinken usw.) haben häufig akademischen Charakter und sind vor allem für die Erste-Hilfe irrelevant. Letztlich ist die entscheidende Determinante die Dauer der Submersion.

Unabhängig vom jeweiligen Notfallszenario sollten die Helfer vor allem nicht vergessen, sich nicht selbst in Gefahr zu bringen. Hierbei sollte die Machbarkeit der Rettung, die Überlebenschance des Opfers und die Risiken für die Retter abgewogen werden.

Wann immer möglich, sollte man weiteren Personen auf den Notfall aufmerksam machen, um parallel einen Notruf abzusetzen und die Rettung einzuleiten.

Muss der Ertrinkende schwimmend gerettet werden, sollten sich Helfende von hinten nähern, damit sich das Opfer nicht panisch an sie klammert.

Eine bewusstlose Person kann mit beiden Händen am Kinn, im so genannten Kopfschleppgriff an Land gebracht werden. Wichtig ist, dass die Atemwege hierbei über Wasser bleiben. Anschließend soll durch Ersthelfer bzw. Ersthelferinnen erst außerhalb des Gewässers mit Erste-Hilfe-Maßnahmen begonnen werden.

Kommentar

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