Fall: Blutiger Urin und Brennen beim Wasserlassen nach einem Penis-Trauma – wie können Sie dem Mann helfen? 

D. Brady Pregerson

Interessenkonflikte

5. Juli 2021

Körperliche und apparative Untersuchungen

Ärzte erfassten bei dem Patienten folgende Vitalparameter: Puls 80/min, Blutdruck 132/76 mmHg, Körpertemperatur 36,9°C. Es bestand keine Atemnot. Bei der Erstuntersuchung des Urogenitaltraktes und der Perinealregion war Blut am Ostium urethrae externum erkennbar (s. Abb. 1).

Der Patient hat sich ein Papiertaschentuch in die Unterwäsche gelegt, um sie vor Blut zu schützen. Dieses war mit einer geringen Menge Blut getränkt. Äußere Verletzungen wie Risse oder Schürfwunden, Ekchymosen am Ostium oder am übrigen Penis oder Perineum waren für die Ärzte nicht erkennbar. Die Inspektion des Skrotums und die Palpation der Hoden blieben unauffällig. Das Abdomen erwies sich bei der Palpation nicht als empfindlich. Der Mann zeigte auch keine Flankenschmerzen und keine Beschwerden im Bereich der Rippenbogen. Die gesamte weitere körperliche Untersuchung mit Herz, Lunge und Bewegungsapparat lieferte ebenfalls keine Hinweise auf Anomalien oder zusätzliche Traumata.

Eine Urinprobe wies die Farbe von Rotwein auf, und die Urinanalyse bestätigte eine Makrohämaturie. Ergebnisse eines großen Blutbildes blieben ohne Befund; die Leukozytenzahl und der Hämatokrit mit 45% blieben ohne Befund. Ein Gerinnungsprofil zeigt auch nur unauffällige Werte. Röntgenaufnahmen des Beckens ließen keine Fraktur erkennen. Im Anschluss daran wurde ein retrogrades Urethrogramm (RUG) durchgeführt (s. Abb 2).

Kommentar

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