Quiz: Tinnitus ist eine Plage für viele – welche Diagnostik und Therapie macht Sinn und worauf sollten Sie besser verzichten?

Arlen D. Meyers

Interessenkonflikte

1. Juli 2021

Nach den Leitlinien der AWMF sollte zwischen Patienten mit einem kompensierten Tinnitus (Grad 1 und 2) und einem nicht kompensierten Tinnitus (Grad 3 und 4) unterschieden werden. Die Leitlinien besagen auch, dass bildgebende Untersuchungen des Kopfes und des Halses bei Patienten mit Tinnitus nur sinnvoll sind, wenn der Tinnitus einseitig oder pulsierend ist, wenn fokale neurologische Anomalien vorliegen oder wenn ein asymmetrischer Hörverlust festgestellt wird.

Von einem chronischen Tinnitus sprechen Ärzte, wenn die Beschwerden mindestens 3 Monate anhalten.

Eine umfassende audiometrische Untersuchung wird bei Patienten zum Screening auf mögliche retrokochleäre Schäden vor allem bei asymmetrischem Hörverlust unklarer Genese oder bei zusätzlicher Einschränkung der vestibulären Funktion oder unklarem Ausfall des Stapediusreflexes empfohlen. Der Grund dafür ist, dass Tumore des Glomus jugulare ihren Ursprung im Schädel oder Mittelohr haben und die damit verbundenen Symptome eben ein teilweiser oder vollständiger Hörverlust, ein klingelndes oder pulsierendes Ohrgeräusch, Ohrenschmerzen und/oder Schwindel sein können.

Ärzte führen unabhängig von der Lateralität, von der Dauer oder von wahrgenommenen Hörvermögen eines Tinnitus immer wieder umfassende audiometrische Testungen bei Betroffenen durch, obwohl das nicht erforderlich ist.

Kommentar

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