Quiz: Herzinsuffizienz rechtzeitig erkennen und optimal managen – kennen Sie sich aus?

Yasmine S. Ali

Interessenkonflikte

10. Mai 2021

Eine systemische venöse Hypertonie manifestiert sich als obere Einflussstauung mit Erweiterung der V. jugularis. Normalerweise sinkt der Jugularvenendruck atemabhängig, doch bei Herzinsuffizienz-Patienten steigt er während des Einatmens an, was als Kußmaul-Zeichen bekannt ist (auch bei konstriktiver Perikarditis). Es spiegelt den Druckanstieg im rechten Vorhof und damit eine rechtsseitige Herzinsuffizienz wider.

Im Allgemeinen ist ein erhöhter Jugularvenendruck der zuverlässigste Indikator für eine Volumenüberlastung bei älteren Patienten. Er muss eine gründliche Untersuchung nach sich ziehen.

Zu den Ursachen gehören biochemische und physikalische Mechanismen, durch welche die Myokardkontraktion entweder infolge einer erhöhten hämodynamischen Belastung oder einer verminderten Sauerstoffzufuhr zum Myokard beeinträchtigt wird.

Der protodiastolische Galopp (kräftiger 3. Herzton, S3) ist der früheste kardiale Befund bei der dekompensierten Herzinsuffizienz, sofern keine schwere Mitral- oder Trikuspidalinsuffizienz und kein Links-rechts-Shunt vorliegen. Das Vorhandensein eines solchen Galopprhythmus bei Erwachsenen ist wichtig. Dieser pathologische Auskultationsbefund ist oftmals auch der auffälligste bei Patienten mit signifikanter Herzinsuffizienz.

Die folgenden klinischen Befunde können bei älteren Patienten mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz auftreten, vor allem wenn zugleich eine zerebrovaskuläre Atherosklerose vorliegt:

  • Verwirrtheit

  • Gedächtnisstörung

  • Angstzustände

  • Kopfschmerzen

  • Schlaflosigkeit

  • schlechte Träume oder Albträume

  • selten Psychose mit Desorientierung, Delirium oder Halluzinationen.

Zur Nykturie kann es relativ früh im Verlauf einer Herzinsuffizienz kommen. Im Liegen verringert sich das defizitäre Herzzeitvolumen im Verhältnis zum Sauerstoffbedarf, die renale Vasokonstriktion nimmt ab und die Urinbildung zu. Eine Nykturie kann für Patienten mit Herzinsuffizienz sehr lästig sein, weil sie die Betroffenen daran hindern kann, die dringend benötigte Ruhe zu bekommen. Die Oligurie ist ein später Befund bei Herzinsuffizienz, die sich bei einem deutlich reduzierten Herzzeitvolumen aufgrund einer stark eingeschränkten linksventrikulären Funktion entwickelt.

Kommentar

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