Quiz: Vorsicht, Missbrauch und schädliche Wechselwirkungen – wissen Sie, was man bei Benzodiazepin-Verordnungen beachten sollte?

Mary L. Windle

Interessenkonflikte

8. März 2021

Die evidenzbasierten Leitlinien zur Verschreibungspraxis von Benzodiazepinen empfehlen, Patienten ab 65 Jahre unabhängig von der bisherigen Einnahmedauer das langsame Absetzen anzubieten (Deprescribing). Zudem sollte man dies Erwachsenen zwischen 18 und 64 Jahren empfehlen, wenn diese Benzodiazepine länger als 4 Wochen eingesetzt haben.

Diese Empfehlungen gelten für Patienten, die diese Medikamente zur Behandlung einer primären und auch einer sekundären Insomnie erhalten haben, sofern die zugrunde liegenden Erkrankungen effektiv behandelt wurden.

Sie gelten jedoch nicht für Patienten mit anderen Schlafstörungen (z.B. Restless-legs-Syndrom) oder unbehandelten Angstzuständen, Depressionen oder anderen körperlichen oder psychischen Erkrankungen, die eine Schlaflosigkeit verursachen oder verschlimmern können.

Die Leitlinien besagen zudem, dass das Ausschleichen die Entzugssymptomatik vermindert, wenn auch nicht unbedingt verhindert. Bei jeder Dosissenkung (etwa alle 1 bis 2 Wochen) sollten die Patienten zur Schwere und Häufigkeit der unerwünschten Entzugssymptome, zum möglichen Nutzen der Medikation und der Dosisverringerung, zur Stimmung, zur Schlafqualität und zu eventuellen Veränderungen des Schlafes befragt werden. Dies kann bei einem geplanten Termin geschehen oder auch über einen Anruf des Behandlers, eines Psychologen, eines Apothekers oder einer Pflegekraft.

Kommentar

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