Aktuelle Studienlage: 11 FAQs zur Corona-Impfung – damit Sie Ihre Patienten nach dem neuesten Stand beraten können

Michael van den Heuvel

Interessenkonflikte

17. Februar 2021

 

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) gibt als durchschnittliche Häufigkeit anaphylaktischer Reaktionen nach der Verabreichung von Impfstoffen in Deutschland 0,4 bis 11,8 pro 1 Million Impfstoffdosen an. Das gilt für alle zugelassenen Vakzine, unabhängig von der Indikation. Laut Zahlen aus den USA zufolge sind es speziell bei mRNA-Vakzinen gegen COVID-19 etwa 10 Fälle pro 1 Million verabreichter Impfdosen.

Derzeit sieht das PEI kein generell erhöhtes Impfrisiko bei Patienten mit Asthma, Neurodermitis, Rhinokonjunktivitis und ähnlichen Erkrankungen des atopisch-allergischen Formenkreises, bezogen auf die 2 bereits zugelassenen mRNA-Impfstoffe. Trotzdem sollten Ärzte Vorsichtsmaßnahmen treffen:

  • Im Rahmen des Aufklärungsgesprächs sollten sie Allergien, auch gegen Kosmetika, abfragen.

  • Bei bekannten Allergien gegenüber Inhaltsstoffen der Vakzine ist von der Impfung abzusehen.

  • Sind aus der Vorgeschichte stärkere Reaktionen nach Impfungen bekannt, sollten Patienten 30 Minuten nachbeobachtet werden.

  • Bei Nahrungsmittel- oder Insektengiftallergien, Inhalationsallergien oder Unverträglichkeiten gegen orale Medikamente kann die Impfung jedoch durchgeführt werden.

  • Ist eine anaphylaktische Reaktion nach Verabreichung der 1. Impfstoffdosis aufgetreten, sollte die 2. Impfstoffdosis nicht gegeben werden.

  • Eine Notfallausrüstung ist in allen Impfzentren vorhanden.

Stand: 15. Februar 2021

Kommentar

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