Quiz: Sommerende und trotzdem Heuschnupfen – was tun, wenn die Rhinitis jetzt erst richtig los geht? Und kennen Sie alle Auslöser?

Michael A. Kaliner

Interessenkonflikte

31. August 2020

Eine sublinguale Immuntherapie steht für verschiedene Allergengruppen und auch gegen Hausstaubmilben zur Verfügung. Dabei handelt es sich um standardisierte Allergenextrakte. Die tägliche Gabe ist bei allergischer Rhinitis mit oder ohne Konjunktivitis indiziert, die durch In-vitro-Tests auf IgE-Antikörper gegen die Milben Dermatophagoides farinae oder Dermatophagoides pteronyssinus oder durch Hauttests gegen kontrollierte Hausstaubmilben-Allergenextrakte bestätigt wurde.

Die erste Dosis muss in einer medizinischen Einrichtung unter Aufsicht eines Arztes verabreicht werden, der Erfahrung in der Diagnose und Therapie allergischer Erkrankungen besitzt. Nach der Darreichung muss der Patient auf Anzeichen einer schweren systemischen oder lokalen allergischen Reaktion überwacht werden.

Die Packungsbeilagen weisen auf die Möglichkeit lebensbedrohlicher allergischer Reaktionen hin. Der Patient muss auch auto-injizierbares Adrenalin verordnet bekommen und in der notfallmäßigen Autoapplikation unterrichtet werden.

Im häuslichen Bereich befallen Milben üblicherweise Gegenstände mit Textilien. So finden sich höhere Konzentrationen etwa in Kissen, Matratzen, Bettzeug, Teppichen, Wandteppichen, Vorhängen, Stofftieren und Polstermöbeln. Jahreszeitliche Veränderungen der relativen Luftfeuchtigkeit wirken sich auf die Konzentration des Hausstaubmilbenallergens aus, was sich in einer Varianz der allergischen Symptomatik bei sensibilisierten Personen bemerkbar machen kann.

Höhere Konzentrationen finden sich gewöhnlich in älteren Häusern, in Regionen mit hoher Luftfeuchtigkeit und in Häusern, die nicht über Klimaanlagen beheizt werden. Kalte und trockene Luft in großen Höhen hemmt das Wachstum von Hausstaubmilben. Konzentrationen von 10 μg/g Staub lösen bei sensibilisierten Personen üblicherweise die allergische Symptomatik oder ein Asthma aus, aber auch niedrigere Konzentrationen können bereits Auswirkungen haben.

Mehrere Studien zeigen, dass die Verwendung milbendichter Matratzenbezüge allein keine wirksame Strategie zur Verringerung der Beschwerden einer allergischen Rhinitis oder eines Asthmas bei sensibilisierten Personen ist.

Kommentar

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