Quiz: Fast jeder 2. Diabetiker entwickelt eine Nephropathie. Worauf sollten Sie achten? 5 Fragen zu Diagnostik und Therapie 

A. Brent Alper, Jr, MD, MPH

Interessenkonflikte

3. August 2020

Eine sorgfältige Blutdruck-Kontrolle ist unerlässlich, um das Fortschreiten der diabetischen Nephropathie und anderer Komplikationen eines Diabetes mellitus zu verhindern.

Eine antihypertensive Therapie verlangsamt die Progredienz der diabetischen Glomerulopathie, und zwar unabhängig von der gewählten Medikation. In einer prospektiven Diabetesstudie aus Großbritannien wurde für jeweils 10 mmHg Rückgang des systolischen Drucks eine 12%ige Risikominderung bei Diabetes-Komplikationen ermittelt. Das geringste Risiko lag demnach auch bei einem systolischen Druck unter 120 mmHg.

Eine Nieren- und Nieren-Pankreas-Transplantation sollte bereits vor dem Einsetzen einer Dialysepflicht in Betracht gezogen werden. Eine Initiative des US Department of Health and Human Services mit dem Namen „Healthy People 2020“ versucht, ), den Prozentsatz von Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz, die eine präventive Transplantation erhalten, zu steigern.

Die Reduktion der Salzzufuhr wird allgemein empfohlen. Sie kann besonders für Patienten mit diabetischer Nephropathie wichtig sein, da sie dazu beiträgt, die Krankheitsprogression zu verlangsamen. Eine Metaanalyse aus der Cochrane Database of Systematic Reviews zeigte eine signifikante Blutdruckabnahme unter Kochsalz-Restriktion, die etwa der einer medikamentösen Monotherapie entsprach. Die WHO empfiehlt, die tägliche Kochsalz-Aufnahme über die Nahrung auf maximal 5 g zu begrenzen.

In einer kleinen Studie konnte eine signifikante Verbesserung der Nierenfunktion nachgewiesen werden, nachdem der Serum-Uratspiegel bei Typ-2-Diabetikern mit Hyperurikämie auf unter 6,0 mg/dl abgesenkt worden war. Diese Ergebnisse könnten wichtig für die Kontrolle diabetischer Komplikationen und die Hemmung ihrer Progredienz in dieser Patientengruppe sein.

Dieser Artikel wurde von dem Arzt und Autor Markus Vieten aus www.medscape.com übersetzt und adaptiert.
 

Kommentar

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