Quiz: Harnwegsinfekte sind nicht nur Frauensache – aber wer braucht was? Kennen Sie die wichtigen Details der Therapie?

Michael Stuart Bronze

Interessenkonflikte

25. Oktober 2019

Gemäß den Richtlinien der IDSA zur asymptomatischen Bakteriurie sollten Schwangere auf asymptomatische Bakteriurie untersucht und antimikrobiell behandelt werden. Bei diesen Patientinnen wird eine Therapiedauer von 4 bis 7 Tagen im Vergleich zu dem sonst kürzeren Behandlungszeitraum empfohlen, obwohl die optimale Dauer variiert und die kürzeste effektive Antibiose verwendet werden sollte.

Die deutsche Leitlinie positioniert sich in ihrer Langversion bei Schwangeren mit einer asymptomatischen Bakteriurie wie folgt: „Verglichen mit keiner oder einer Placebo-Behandlung erhöht sich das Risiko für eine Harnwegsinfektion bei Schwangeren mit einer asymptomatischen Bakteriurie von ca. 7,9% auf 20,2% (Pyelonephritis von 0,6% auf 2,4%) [287]. Wenn eine antibiotische Behandlung bei einer asymptomatischen Bakteriurie erfolgt, sollte die Therapie möglichst erst nach dem Vorliegen des Antibiogramms resistenzgerecht eingeleitet werden.“

Sowohl die IDSA als auch die deutsche Leitlinie empfiehlt kein routinemäßiges Screening auf asymptomatische Bakteriurie bei Säuglingen und Kindern und auch nicht bei Bewohnern von Langzeit-Pflegeeinrichtungen. Ferner empfehlen die Leitlinien auch bei Diabetikern kein Screening und keine Behandlung asymptomatischer Bakteriurien.

Kommentar

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