Quiz: Alles klar beim Asthma bronchiale – kennen Sie diese Auslöser, das Stufenschema und die Kriterien für einen Notfall?

Zab Mosenifar, MD

Interessenkonflikte

27. August 2019

Die medikamentöse Therapie des Asthma bronchiale bei erwachsenen Patienten basiert auf einem Stufenschema – hier nach der Nationalen Versorgungsleitlinie Asthma (2018) für Erwachsene [1]. Asthma-Medikamente sollten hinzugefügt oder abgesetzt werden, wenn sich die Häufigkeit und die Schwere der Symptome ändern.

  • Stufe 1 – zeitweilige Beschwerden: nicht häufiger als ein- bis zweimal pro Woche; zur Behandlung der Symptomatik wird ein inhalierbares kurz wirkendes Beta-Sympathomimetikum (SABA, short acting beta-agonist) als Bedarfsmedikation (Reliever) genommen. Neu wurde in die Leitlinie die Option einer Dauertherapie mit einem inhalativen Kortikosteroid (ICS) aufgenommen.

Neue Studien ( Medscape berichtete ) veranlassten die Global Initiative on Asthma (GINA) sogar in begründeten Fällen eine Kombination von inhalativem Kortikosteroid (ICS) und dem lang wirksamen Beta2-Mimetikum (LABA) Formoterol bereits für die Bedarfstherapie bei sehr mildem Asthma zu empfehlen [2,3,4]. Hintergrund ist die Überlegung, dass dem Asthma immer eine Entzündung der Atemwege zugrunde liegt und diese die Exazerbationen fördert.

  • Stufe 2 – mildes anhaltendes Asthma: Die Symptome treten mehrmals pro Woche auf. Das bevorzugte Kontrollmedikament ist ein niedrig dosiertes ICS. Bei Bedarf ein SABA. Als Alternative In begründeten Fällen kann – insbesondere bei Kindern – eine Behandlung mit Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten (LTRA), wie Monoklast, in Betracht gezogen werden. 

  • Stufe 3 – mittelschweres anhaltendes Asthma: Die Symptome treten auf, obwohl der Patient regelmäßig ein Kortikosteroid in niedriger Dosierung benutzt. Das bevorzugte Medikament ist entweder ein niedrig dosiertes ICS plus einen lang wirksamen Beta-Agonisten (LABA), vorzugsweise ein Kombipräparat zur Erhöhung der Compliance. Oder ein inhalierbares, mittelhoch dosiertes Kortikosteroid. Zudem bei Bedarf ein SABA. Als Alternative kommt ein inhalierbares niedrig dosiertes ICS plus ein Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten (LTRA) in Frage. In begründeten Fällen darf Theophyllin mit verzögerter Wirkstoff-Freisetzung bei Erwachsenen noch verordnet werden. Das langwirksame Anticholinergikum Tiotropium (LAMA) ist laut Leitlinie ebenfalls eine Alternative zum LABA, wenn dieser schwere Nebenwirkungen auslöst. 

  • Stufe 4 – mittleres bis schweres anhaltendes Asthma: Das bevorzugte Medikament ist ein inhalierbares, mittelhoch dosiertes Kortikosteroid plus ein LABA (Fixkombinationstherapie). Zu den Alternativen gehören ein inhalierbares, mittelhoch dosiertes ICS plus LABA plus LAMA als Zusatzoption – bevor die ICS-Dosis auf ein Maximum hochtitriert wird. Oder in begründeten Fällen: eine Kombination von ICS plus LABA plus LTRA – oder ICS plus LAMA allein.

  • Stufe 5 – schweres anhaltendes Asthma: Zusätzlich zu den Therapieoptionen in Stufe 4 können – neben Anti-IgE – auch Anti-Il-5-Antikörper gegeben werden. In begründeten Fällen auch zusätzlich oder alternativ orale Kortikosteroide (OCM).

Kommentar

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