Fall: Diese junge Frau fühlt sich schlapp, schläft schlecht und hat mysteriöse Muskelschmerzen – was ist da los?

Caroline Tschibelu, MD

Interessenkonflikte

19. August 2019

Körperliche und apparative Untersuchungen

Bei der körperlichen Untersuchung erwiesen sich  ihre Vitalparameter als im Normbereich. Die Frau ist groß und schlank. Eine Atemnot bestand nicht. Die orientierende Prüfung der Hirnnerven ergab keinen abweichenden Befund. Die Pupillen waren 3 mm weit, symmetrisch und reagieren beidseits normal auf Licht. Ihr Reflexstatus liegt durchgehend bei 2+. Das Romberg-Zeichen und der Halteversuch sind negativ. Die Prüfung der groben Kraft wird mit Werten von 4/5 für die Arme und 5/5 für die Beine abgeschätzt. Das Gangbild und der Bewegungsumfang sind in allen Extremitäten normal. An den Gelenken lassen sich keine Deformierungen, Schwellungen oder Erytheme erkennen.

Bei der Untersuchung fiel allerdings eine hohe Empfindlichkeit gegenüber der Palpation verschiedener Körperregionen auf: Hinterhauptbein, die HWS-Zwischenwirbelräume C4 bis C6, die Mm. scapularis, supraspinatus und trapezius beidseits sowie der mediale Aspekt beider Knie.

Ihr Hausarzt veranlasste vor der Überweisung eine Reihe von Laborwert-Bestimmungen:  großes Blutbild, Stoffwechselprofil und Urinanalyse. Alle diese Werte lagen im Normalbereich:

  • BSR 26 mm/h (normal 0–20 mm/h)

  • CRP 0,5 mg/dl (normal 0,0–0,8 mg/dl)

  • TSH-Wert 4 µU/ml (normal 0,5–5,0 µU/ml)

  • T3 und T4 im Normbereich

  • CK-Wert normal

Der ANA-Titer (antinukleäre Antikörper) betrug 1:160 (niedrig-positiver Bereich 1:40 bis 1:60), die Testung auf den Rheumafaktor war positiv.

Kommentar

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