Quiz: Appendizitis-Alarm – Antibiotika oder Abwarten? Und wie schnell sollten Sie zum Skalpell greifen?

Richard H. Sinert, DO

Interessenkonflikte

28. Juni 2019

Die Appendektomie bleibt die einzige kurative Behandlung der Appendizitis. Bei Patienten mit einer Appendixmasse lassen sich drei verschiedene Behandlungsgruppen unterscheiden:

  • Patienten mit einer phlegmonösen Entzündung oder einem kleinen Abszess: Nach der i.v.-Antibiose kann die Appendektomie im Intervall 4 bis 6 Wochen danach durchgeführt werden.

  • Patienten mit einem größeren, gut abgegrenzten Abszess: Nach der perkutanen Drainage und i.v.-Antibiose kann der Patient mit einem Katheter entlassen werden. Die Appendektomie kann dann nach Verschließen der Fistel erfolgen.

  • Patienten mit einem mehrkammerigen Abszess: Diese Patienten benötigen eine frühzeitige chirurgische Abszessdrainage.

Obwohl es um das nichtoperative Management der akuten Appendizitis viele Kontroversen gibt, spielen Antibiotika eine wichtige Rolle in der Therapie. Eine randomisierte Studie mit einem Follow-up von 5 Jahren zeigte, dass die Gabe von Antibiotika bei Patienten mit unkomplizierter akuter Appendizitis eine praktikable Alternative zur Operation sein können. Antibiotika, die bei einer Appendizitis infrage kommen, müssen eine vollständige aerobe und anaerobe Abdeckung gewährleisten. Die Dauer der Medikation ist eng an das Stadium der Appendizitis zum Zeitpunkt der Diagnose gekoppelt.

Kommentar

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