Quiz: Auf ein gesundes 2019! Mit welchen Lösungsvorschlägen können Sie Ihren Patienten helfen, Ihre guten Vorsätze umzusetzen?

Dr. George D. Harris

Interessenkonflikte

31. Dezember 2018

Der normale Schlaf wird unterteilt in den REM-Schlaf und den Non-REM-Schlaf (NREM). Der NREM-Schlaf wird in zunehmend tiefer werdende Schlafphasen unterteilt: Stufe N1, Stufe N2 und Stufe N3 (Tiefschlaf oder Deltaschlaf).

Historisch betrachtet gilt der Schlaf als passiver Zustand, der durch den Entzug von sensorischem Input ausgelöst wird. Heute geht man davon aus, dass das Abschalten der Sinneswahrnehmungen nur eine Funktion des Schlafs ist. Ein aktiver Initiationsmechanismus, der den „Rückzug“ des Gehirns fördert, ist ebenso wichtig. Sowohl homöostatische Faktoren (Faktor S) als auch zirkadiane oder rhythmische Faktoren (Faktor C) wirken zusammen, um den Zeitpunkt und die Qualität des Schlafes zu bestimmen.

Die Stufe N1 gilt als Übergang zwischen Wachen und Schlafen. Sie umfasst das Einschlafen und kurze Erregungsphasen im Schlaf und macht in der Regel 2 bis 5% der gesamten Schlafzeit aus. Das Stadium N2 tritt während der gesamten Schlafdauer auf und macht 45 bis 55% der gesamten Schlafzeit aus. Das Stadium N3 dominiert das erste Drittel der Nacht und macht 5 bis 15% der gesamten Schlafzeit aus. Der REM-Schlaf steht für 20 bis 25% der Schlafdauer und erscheint pro Nacht in 4 bis 5 Phasen.

Typischerweise ist der N3-Schlaf mehr im ersten Drittel der Nacht nachweisbar, während der REM-Schlaf im letzten Drittel der Nacht vorherrschend ist. Dies kann klinisch oder für die Überwachung der Patienten hilfreich sein, da NREM-Parasomnien, wie das Schlafwandeln, typischerweise im ersten Drittel der Nacht im N3-Schlaf vorkommen. Dies steht im Gegensatz zu den Traum- oder REM-Schlafverhaltensstörungen (RBD), die typischerweise in der zweiten Nachthälfte auftreten.

Schlafmangel ist ein relativer Begriff. Eine unzureichende Schlafmenge hat in kleinerem Ausmaß (z.B. 1 Stunde pro Nacht über längere Zeit) subtile kognitive Folgen, die von der betroffenen Person oft nicht erkannt werden. Eine stärkere Einschränkung der Schlafdauer über eine Woche führt zu deutlichen kognitiven Defiziten. Sie ähneln denen von manchen Schlaganfallpatienten, die auch vom Betroffenen selbst nicht unbedingt erkannt werden.

Die Folgen des Schlafmangels werden immer noch nicht hinreichend erkannt. Weitere Forschung und Lehre sind nötig, um die Zusammenhänge noch besser zu verstehen. Schlafmangel wurde bereits als ein wichtiger Faktor für Fettleibigkeit und glykämische Regulationsstörungen ausgemacht. Er erschwert zum Beispiel die Kontrolle eines Typ-2-Diabetes.

 

Kommentar

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