Quiz: Rausholen oder ruhen lassen? Testen Sie Ihr Wissen zu Gallensteinen – Symptome, Diagnostik, Therapie und Komplikationen

Dr. Jamie Shalkow, Dr. Daniel Margain

Interessenkonflikte

23. August 2018

In schweren Fällen von akuter Cholezystitis, aufsteigender (infektiöser) Cholangitis oder akuter Pankreatitis sind die Darmgeräusche nur selten lebhaft. Meist fehlen sie ganz. Bei der akuten Cholezystitis führt eine Entzündung der Gallenblase mit der daraus resultierenden Peritoneal-Reizung zu einem gut lokalisierten Schmerz im rechten oberen Quadranten, der meist mit Loslass-Schmerz und Abwehrspannung verbunden ist. Obwohl unspezifisch, ist ein positives Murphy-Zeichen (Sistieren einer tiefen Inspiration bei tiefer Palpation des rechten oberen Quadranten) ein starker Hinweis auf eine Cholezystitis.

Fieber kommt häufig vor, kann aber vor den anderen Beschwerden und Symptomen in den Hintergrund geraten. Obwohl eine spontane Abwehrspannung der Bauchdecke auftreten kann, fehlen peritoneale Zeichen.

Tachykardien und Schweißausbrüche können als Folge der Schmerzen entstehen. Deshalb sollten Schmerzmittel eingesetzt werden. Bei der akuten Cholezystitis wählt man am besten Spasmolytika und nichtsteroidale Antiphlogistika. Opioide werden nicht empfohlen, da sie den Druck im Oddi-Sphinkter und die Gallenblasen-Kontraktilität erhöhen und dadurch die Symptome verschlimmern. Auch der Verzicht auf orale Nahrungsaufnahme hilft bei der Schmerzbehandlung. Eine Magen-Drainage führt zu keiner Linderung der Symptome.

Da Gallensteine häufig sind, kommen sie auch oft in Kombination mit anderen Magen-Darm-Erkrankungen vor. Es gibt jedoch nur wenig Evidenz für einen möglichen ursächlichen Zusammenhang zwischen Gallensteinen und chronischem Abdominalschmerz, Sodbrennen, postprandialen Beschwerden, Völlegefühl, Blähungen, Obstipation oder Diarrhö.

Zum Kolik-Schmerz kommt es, wenn Gallensteine oder Konkrement während einer Gallenblasen-Kontraktion zufällig in den Ductus cysticus vordringen und die Wandspannung in der Gallenblase erhöhen. In den meisten Fällen verschwindet der Schmerz innerhalb von 30 bis 90 Minuten, wenn sich die Gallenblase entspannt und die Obstruktion gelöst wird. Das Auftreten von Gallenkoliken ist sporadisch und unvorhersehbar.

Der Patient lokalisiert den Schmerz im Epigastrium oder im rechten oberen Quadranten und beschreibt ein Ausstrahlen an die rechte Skapulaspitze. Der Schmerz beginnt postprandial (meist innerhalb einer Stunde nach einer fetthaltigen Mahlzeit), wird oft als intensiv und dumpf beschrieben und kann 1 bis 6 Stunden andauern. Zu Beginn nimmt die Schmerzintensität über 10 bis 20 Minuten stetig zu und lässt dann allmählich wieder nach, wenn sich die Gallenblase nicht mehr kontrahiert und der Stein wieder in die Gallenblase fällt. Der Schmerz ist konstant und wird nicht durch Erbrechen, Antazidagabe, Stuhlgang, Flatusabgang oder Lageveränderungen beeinflusst. Es kann zu Schweißausbrüchen, Diaphorese, Übelkeit und Erbrechen kommen.

Kommentar

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