MEINUNG

Frau Dr. sollte mehr verdienen: 15 lohnende Tipps für Gehaltsverhandlungen und Karriere – auch für Männer

Sandra Levy

Interessenkonflikte

22. August 2018

11: Fragen Sie nach Beförderungen und Herausforderungen

Viele Ärztinnen zögern, sich für besser bezahlte Positionen zu bewerben, wenn sie nicht alle in der Stellenausschreibung aufgeführten Qualifikationen erfüllen. Sie können nicht in jedem Bereich, der bei der Ausschreibung einer Position genannt wird, Expertin sein. Viele Funktionen des Berufes werden erst am Arbeitsplatz erlernt. Die meisten Männer haben das längst kapiert.

„Fragen Sie stattdessen nach Kriterien für eine Beförderung“, fordert Templeton, „stellen Sie sicher, dass diese eindeutig sind und dass Ihnen die Ressourcen zur Verfügung stehen, um diese Anforderungen auch bald zu erfüllen.“ Personen, die ihre Hand heben, bekommen diese Dinge auch. Männer tun das häufiger als Frauen. „Die Gehälter gehen oft Hand in Hand mit dem Wert der Projekte, an denen Sie arbeiten“, sagte Laschever.

 
Was hat mein Mann mit meinen Gehaltsverhandlungen zu tun? Dr. Theresa Rohr-Kirchgraber
 

12: Das aktuelle Gehalt für sich behalten

Wenn ein potenzieller Arbeitgeber nach dem aktuellen Gehalt fragt, rät Rohr-Kirchgraber zu dieser Antwort: „Mein Gehalt hat nichts mit der Stelle zu tun, auf die ich mich bewerbe.“ Wenn der potenzielle Arbeitgeber auf einer Zahl besteht, gibt man eher eine Gehaltsspanne als Antwort an.

Weil viele Ärztinnen weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen, sind sie für Angebote empfänglich, die niedriger sind, als der mögliche Arbeitgeber einkalkuliert hatte. Wenn die Arbeitgeber wissen, dass Sie nur 50.000 Euro verdienen, denken sie, man könnte Ihnen 55.000 Euro anbieten. Wenn ein Mann 60.000 Euro sagt, bietet man ihm aber keine 55.000 an.

Der Mindestbetrag, den man bei Gehaltsverhandlungen nennt, sollte auf alle Fälle über dem Liegen, was man als untere Grenze akzeptieren würde. Wenn Sie wirklich 100.000 Euro wollen, nennen Sie keine Spanne von 80.000 bis 120.000 Euro. Beginnen Sie dann bei 110.000 oder 120.000 Euro und gehen möglicherweise in den Verhandlungen dann auf 100.000 Euro runter.

Die Ergebnisse einer Untersuchung von Pay Scale (US-Website mit Informationen über Gehälter, Leistungen und Vergütungen), die kürzlich im Wall Street Journal veröffentlicht wurden, widersprachen allerdings teilweise dem Rat von Verhandlungsexperten, die Gehaltsgeschichte für sich zu behalten.

Die Umfrage unter mehr als 15.000 Bewerbern ergab, dass Frauen, die nach früheren Löhnen gefragt wurden, die Informationen aber nicht preisgaben, 1,8% weniger angeboten wurde als Frauen, die ihre Gehaltsgeschichte offenlegten. Männer, die sich weigerten, ihre bisherigen Gehälter offenzulege, erhielten jedoch 1,2% höhere Angebote als Männer, die diese Informationen preisgaben [3].

Vor kurzem haben mehrere US-Bundesstaaten wie Kalifornien, Delaware, Massachusetts, Oregon und Puerto Rico sowie Städte wie New York City, Philadelphia und San Francisco Gesetze erlassen, die es gemeinnützigen Organisationen und anderen Arbeitgebern verbieten, nach der Lohngeschichte eines Bewerbers zu fragen oder diese zu berücksichtigen, wenn sie Einstellungsentscheidungen treffen [4].

Kommentar

3090D553-9492-4563-8681-AD288FA52ACE
Wir bitten darum, Diskussionen höflich und sachlich zu halten. Beiträge werden vor der Veröffentlichung nicht überprüft, jedoch werden Kommentare, die unsere Community-Regeln verletzen, gelöscht.

wird bearbeitet....