Quiz: Ständig Durst und Harndrang – können Sie die verschiedenen Typen des Diabetes insipidus erkennen und richtig behandeln?

Dr. Romesh Khardori

Interessenkonflikte

9. August 2018

Die Befunde der körperlichen Untersuchung variieren mit der Schwere und Chronizität des Diabetes insipidus. Die Ergebnisse können völlig normal sein oder es finden sich eine Hydronephrose mit Beckenmasse, Flankenschmerz oder Druckschmerz. Oder die Schmerzen strahlen in den Genitalbereich aus. Bei einigen Patienten kommt es zu einer Vergrößerung der Blase. Wenn der Durstmechanismus nicht gestört und die Flüssigkeitszufuhr nicht eingeschränkt ist, beobachtet man keine Dehydrierung. Abgesehen von einer vergrößerten Blase finden sich keine spezifischen Anzeichen für einen Diabetes insipidus.

Der zentrale Diabetes insipidus nach einem Trauma oder einer Operation im Bereich der Hypophyse und des Hypothalamus ist die häufigste Form. Er kann eines von 3 Mustern aufweisen: transient, permanent oder triphasisch. Das triphasische Muster wird häufiger klinisch beobachtet. Ob es durch verbesserte Operationstechniken und -ansätze zu einer Häufigkeitsänderung beim triphasischen Muster kommt, ist bislang nicht gut untersucht.

Die polyurische Phase ist die erste des triphasischen Musters. Sie währt 4 bis 5 Tage und ist auf die ADH-Hemmung zurückzuführen. Es kommt zum sofortigen Anstieg des Urinvolumens und einem damit verbundenen Rückgang der Urin-Osmolalität.

Die zweite Phase ist die antidiuretische Phase. Sie dauert 5 bis 6 Tage und resultiert aus der Freisetzung des gespeicherten ADH. Die Osmolalität des Urins steigt.

Die dritte Phase kann einen permanenten Diabetes insipidus bedeuten, wenn die ADH-Speicher erschöpft sind und die ADH-produzierenden Zellen fehlen oder nicht mehr produzieren können.

Die auffälligsten Symptome bei Kindern mit Diabetes insipidus sind:

  • Schreien

  • Reizbarkeit

  • Wachstumsverzögerung

  • Hyperthermie

  • Gewichtsverlust

Eine Schwangerschaft ist mit einem erhöhten Risiko für einen Diabetes insipidus verbunden. Doch geht dieses Risiko nach der Schwangerschaft wieder zurück. Darüber hinaus kann durch eine Schwangerschaft ein subklinischer oder leichter zentraler Diabetes insipidus klinisch relevant werden.

Kommentar

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