Fall: Echt kompliziert, wenn eine Schwangere starke Kopfschmerzen hat. Was schließen Sie aus, welche Medikamente sind erlaubt?

Dr. Nancy Hammond

Interessenkonflikte

3. August 2018

Hintergrund

Eine 25-jährige Patientin leidet seit ihrem 16. Lebensjahr unter Kopfschmerzen. Zum Zeitpunkt ihrer Vorstellung war sie in der 24. Woche schwanger. Die Schwangerschaft war bisher problemlos verlaufen, doch die Kopfschmerzen waren schlimmer geworden. Sie erzählte, dass sie Stunden vor dem Einsetzen der Kopfschmerzen ein starkes Unwohlsein und Müdigkeit mit leichter Übelkeit spüre. Gelegentlich nahm sie vor dem Einsetzen der Schmerzen flimmernde Zickzack-Linien in einem Gesichtsfeld wahr. Manchmal waren auch beide Gesichtsfelder betroffen. Die visuellen Symptome dauern 15 bis 20 Minuten, bevor sich dann starke einseitige und pulsierende Kopfschmerzen entwickeln.

An Symptomen beschrieb sie Übelkeit, gelegentliches Erbrechen, Photo- und Phonophobie. Anfänglich traten die Kopfschmerzen etwa einmal im Monat auf, doch seit Beginn der Schwangerschaft im wöchentlichen Rhythmus. Abgesehen von der höheren Frequenz seien die Kopfschmerzen in Art und Qualität den Kopfschmerzen, die sie vor der Schwangerschaft kannte, sehr ähnlich. Jede Kopfschmerz-Phase dauere 6 bis 8 Stunden. Schlaf lindere die Kopfschmerzen.

Die Patientin gab an, ansonsten gesund zu sein und außer gelegentlich Ibuprofen gegen die Kopfschmerzen keine Medikamente einzunehmen. Vor der Schwangerschaft hatte sie auch gute Erfahrungen mit Sumatriptan gemacht.

Sie arbeitet als Buchhalterin und kann aufgrund der Kopfschmerzen etwa 2 Mal monatlich nicht zur Arbeit erscheinen. Sie konsumiert weder Tabak noch illegale Drogen. Alkohol trank sie gelegentlich, obwohl sie bemerkt hatte, dass dadurch die Kopfschmerzen auch hervorgerufen werden konnten. Seit  Beginn der Schwangerschaft hat sie keinen Alkohol mehr zu sich genommen. In der Familien-Geschichte sind Fälle mit ähnlichen Kopfschmerz-Beschwerden aufseiten der Mutter und ihres Bruders bekannt.

Kommentar

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