Sommer, Sonne, Haut-Probleme: Schweiß plus UV-Licht führt häufig zu Pusteln und Entzündungen. Kennen Sie diese Irritationen?

Dr. William James

Interessenkonflikte

30. Juli 2018

Die Behandlung der Solaren Urtikaria ist nicht einfach. Häufig ist eine Kombination unterschiedlicher Maßnahmen notwendig. Diese können unterschiedlich erfolgreich verlaufen. Wichtigster Schritt für Patienten mit Solarer Urtikaria ist die Vermeidung oder Minimierung der Sonnenlicht-Exposition. Das ist häufig mit unpraktischen Lebensstil-Änderungen verbunden.

Langwirkende nichtsedierende H1-Rezeptor-Antagonisten gelten als Erstlinien-Therapie für Patienten mit Solarer Urtikaria. Denn die Krankheit geht mit einer durch Immunglobulin E (IgE) initiierten Degranulation der Mastzellen mit darauffolgender Histamin-Ausschüttung einher. Als ebenfalls effektiv gelten Phototherapien mit UV-A oder Breitband-UV-B-Strahlung sowie Photo-Chemotherapien mit oralem Methoxalen (8-Methoxypsoralen [8-MOP], einer Form von Psoralen), plus UV-A.

Folgende Arten der Solaren Urtikaria werden unterschieden:

  • Beim Typ I besteht eine durch IgE gesteuerte Hypersensitivität gegen spezifische Photo-Allergene, die nur bei Patienten mit Solarer Urtikaria vorliegen.

  • Beim Typ II besteht eine durch IgE gesteuerte Hypersensitivität gegen nicht-spezifische Photo-Allergene, die bei Patienten mit Solarer Utikaria und gesunden Menschen vorliegen.

Patienten berichten schon nach kurzer Sonnenlicht-Exposition von weniger als 30 Minuten über Juckreiz, Hautrötungen und Quaddel-Bildung mehr oder minder schlimmen Ausmaßes. Wie bei allen Licht-Dermatosen können die Hautläsionen bei Solarer Urtikaria auf allen exponierten Hautstellen auftreten, aber auch dort, wo die Haut durch Kleidung bedeckt ist. Das Gesicht und die dorsalen Handflächen, die dem Sonnenlicht dauerhaft ausgesetzt sind, sind weniger stark betroffen als andere Körperstellen; wahrscheinlich durch Akklimatisierung und „Abhärtung“.

Eine Provokationstestung bestätigt die Diagnose, identifiziert das Aktionsspektrum und generiert Basisdaten, etwa die minimale urtikariale Dosis für mögliche therapeutische Interventionen und künftige Kontrollen. Solare Urtikaria hat ein breites Aktionsspektrum. In der Provokationstestung sollte mit Breitband-UV-B (290-320 nm), UV-A (320-400 nm) und sichtbaren Lichtquellen (400-800 nm) bestrahlt werden. Die meisten Patienten mit solarer Urtikaria reagieren auf Wellenlängen in den UV-A und sichtbaren Bereichen, besonders grün oder blau.

Eine Phototherapie mit UV-A, Breitband-UV-B oder Schmalspektrum-UV-B-Strahlung oder eine Photo-Chemotherapie mit oralem 8-MOP plus UV-A sind weitere wirksame Therapie-Möglichkeiten für Solare Urtikaria.

Kommentar

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