Quiz: Ein Riesenproblem bei vielen Senioren – wie gut kennen Sie sich mit der chronischen Niereninsuffizienz aus?

Dr. Vecihi Batuman

Interessenkonflikte

28. Juni 2018

Zu den Maßnahmen, die den Verlauf der CKD verlangsamen oder stoppen sollen, gehören u.a:

  • wenn möglich, die Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung

  • aggressive Blutdruckkontrolle auf Zielwerte gemäß der aktuellen Richtlinien, einschließlich Reduzierung der Natriumzufuhr auf < 2000 mg pro Tag

  • Behandlung einer Hyperlipidämie auf die den aktuellen Richtlinien entsprechenden Zielwerte (obwohl die Wirksamkeit von Statin-Medikamenten bei Patienten mit fortgeschrittener CKD nicht bestätigt wurde)

  • aggressive Blutzucker-Kontrolle nach den Empfehlungen der American Diabetes Association (ADA; Zielwert Hämoglobin: HbA1C < 7%)

  • Vermeidung von Nephrotoxinen, einschließlich intravenöser Radiokontrastmittel, NSAID und Aminoglykoside

  • bei Patienten mit diabetischer Nephropathie und Proteinurie Verwendung von Blockern des Renin-Angiotensin-Systems

  • bei Patienten mit Proteinurie Verwendung von ACE-Hemmern oder ARBs.

Eine aggressive Blutdruck-Kontrolle kann helfen, das Schwinden der Nierenfunktion bei Patienten mit CKD zu verzögern. Der 7. Bericht des Joint National Committee on Prevention, Detection, Evaluation, and Treatment of High Blood Pressure (JNC VII) und das KDOQI empfehlen einen Blutdruck von < 130/80 mmHg. Die systolische Blutdruckkontrolle gilt gegenüber der diastolischen als die wichtigere. Allerdings ist der systolische Blutdruck auch bei älteren Patienten mit CKD gemeinhin schwieriger zu kontrollieren.

Der Einsatz von ACE-Hemmern oder ARB bei diabetischer Nephropathie mit oder ohne Proteinurie wird von der Datenlage gestützt. Bei nicht diabetischer Nephropathie mit einer Proteinurie von über 500 mg/dl können diese Medikamente das Fortschreiten der Erkrankung wirksam verzögern.

Das synthetische Vitamin-D-Analogon Paricalcitol wurde von der US Food and Drug Administration (FDA) zur Prävention und Therapie des sekundären Hyperparathyreoidismus im Zusammenhang mit einer CKD im Stadium 5 zugelassen. Eine Metaanalyse hat jedoch ergeben, dass Paricalcitol auch die Proteinausscheidung bei Patienten mit einer CKD in den Stadien 2 bis 5 in sicherer Weise verringern kann. Ob Paricalcitol die Entwicklung eines terminalen Nierenversagens verlangsamen oder die Mortalität senken kann, ist noch nicht bekannt.

Kommentar

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