Quiz: Ein Riesenproblem bei vielen Senioren – wie gut kennen Sie sich mit der chronischen Niereninsuffizienz aus?

Dr. Vecihi Batuman

Interessenkonflikte

28. Juni 2018

Ursachen einer CKD sind u.a. die folgenden Erkrankungen:

  • diabetische Nephropathie

  • Hypertonie

  • Gefäßerkrankungen

  • Glomerulopathien (primär oder sekundär)

  • zystische Nierenerkrankungen

  • tubulo-interstitielle Nephritis

  • Harnwegsobstruktionen oder -dysfunktionen

  • rezidivierende Nierensteinerkrankung

  • hereditäre Nieren- oder Harnwegserkrankungen

  • unversorgte traumatische Nierenschädigung.

Die meisten CKD-Fälle werden erworben, nicht vererbt. Eine CKD bei einem Kind hat dagegen eher eine genetische Ursache. Bekannte genetische Syndrome im Zusammenhang mit der CKD sind die autosomal dominante polyzystische Nierenerkrankung (ADPKD) und das Alport-Syndrom. Weitere Beispiele für spezifische mono- oder oligo-genetische Mutationen im Zusammenhang mit der CKD sind das Dent-Syndrom, die Nephronophthise, der vesiko-ureterale Reflux (VUR) und das atypische hämolytisch-urämische Syndrom (HUS).

Untersuchungen in den USA zeigten, dass die Verteilung der geschätzten glomerulären Filtrationsraten (GFRs) in den verschiedenen CKD-Stadien bei beiden Geschlechtern in etwa gleich ist. Allerdings liegt die Inzidenz des terminalen Nierenversagens zu Beginn der Hämodialyse bei Männern mit 415,1 pro 1 Million Einwohner höher als bei Frauen mit 256,6 Fällen.

Problem Kalium-Spiegel

Eine Hyperkaliämie entwickelt sich in der Regel erst, wenn die GFR unter 20-25 ml/min/1,73 m² absinkt, wobei die Fähigkeit der Nieren zur Kaliumsekretion abnimmt. Die Hyperkaliämie war früher bei Patienten zu beobachten, die sich kaliumreich ernährten, die eine renale tubuläre Azidose Typ IV mit oder ohne niedrigen Serum-Aldosteronspiegel aufwiesen, oder die kaliumsparende Diuretika einnahmen. Häufige Ursachen eines niedrigen Aldosteronspiegels sind ein Diabetes mellitus und die Einnahme von Angiotensin-Converting-Enzym-(ACE)-Hemmern, nichtsteroidalen Aniphlogistika (NSAID) oder Betablockern. Eine Hyperkaliämie bei CKD kann durch eine extrazelluläre Kaliumverschiebung, wie sie z.B. bei Übersäuerung oder Insulinmangel auftritt, verschlimmert werden. Eine Hypokaliämie ist selten, kann aber bei Patienten mit sehr schlechter Kaliumzufuhr, gastrointestinalem oder urinalem Kaliumverlust oder Durchfall oder bei Patienten, die Diuretika einnehmen, auftreten.

Kommentar

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