Quiz: Kennen Sie die Alarmsignale der Neutropenie und wie man sie behandelt? 5 Fragen, mit denen Sie Ihr Wissen prüfen können

Elwyn C. Cabebe, MD

Interessenkonflikte

30. April 2018

Es werden zahlreiche Medikamente mit einer Neutropenie in Verbindung gebracht. Das größte Risiko besteht bei der Einnahme von Thyreostatika, Makroliden und Procainamiden. Viele Medikamente wirken über einen immunvermittelten Mechanismus. Allerdings scheinen manche einen direkt toxischen Effekt auf Stammzellen des Knochenmarks oder neutrophile Präkursoren in der mitotischen Reifung zu besitzen.

So können etwa Substanzen wie Antipsychotika, Antidepressiva und Chloramphenicol bei manchen Personen über den Stoffwechsel und Überempfindlichkeits-Reaktionen wie direkte Toxine wirken. Andere Wirkstoffe zeigen einen kombinierten immunologischen und nicht immunologischen Mechanismus oder entfalten ihre Nebenwirkungen auf einem noch unbekannten Weg.

Die zyklische Neutropenie zeichnet sich durch periodische Neutropenie-Ausbrüche aus, gepaart mit einer Infektion und anschließender Erholung der Neutrophilen-Zahl im peripheren Blut. Die Perioden haben eine Länge von etwa 21 Tagen (12-35 Tagen). Betroffen sind in der Regel Säuglinge und Kinder. Doch gibt es auch Berichte über erworbene Formen im Erwachsenenalter. Die Prognose ist gut und der Verlauf benigne. 10% der Betroffenen können jedoch eine lebensbedrohliche Infektion erleiden.

Das Shwachman-Bodian-Diamond-Syndrom hat einen autosomal dominanten Erbgang. Die Neutropenie ist moderat bis schwer und mit einer Mortalität von 15-25% verbunden. Das Syndrom tritt im Säuglingsalter auf und zeichnet sich durch rezidivierende Infektionen, Durchfälle und Schwierigkeiten beim Füttern oder Stillen aus. Es kann von Kleinwuchs, Chondrodysplasie und einer exokrinen Pankreas-Insuffizienz begleitet werden.

Infektionen sind die häufigste Ursache einer erworbenen Neutropenie. Virusinfekte führen oftmals zu einer leichten oder moderaten Neutropenie. Eine Agranulozytose ist ungewöhnlich aber möglich. Meist sind Erreger der Standortflora beteiligt, etwa Staphylococcus aureus bei Hautinfektionen oder gramnegative Keime bei Infektionen der Harnwege oder des Gastrointestinaltraktes, vor allem Escherichia coli und Pseudomonas ssp. Auch Infektionen mit Candida albicans kommen vor. In der Mundhöhle kann man eine Mischflora vorfinden.

Kommentar

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