Quiz: Wenn Trauer und Todesangst ans Herz gehen – 5 Fragen, die helfen, eine Stress-Kardiomyopathie zu erkennen

Yasmine S. Ali, MD, MSCI

Interessenkonflikte

9. April 2018

Die Stress-Kardiomyopathie wurde auch schon bei Patienten beobachtet, nachdem sie beinahe ertrunken waren. Auch epileptische Anfälle können eine Stress-Kardiomyopathie auslösen. Doch führt sie nur selten zum SUDEP. Zu den anerkannten Stressoren zählen:

  • Erfahrung des Todes eines geliebten Menschen

  • finanzielle Hiobsbotschaften

  • rechtliche Probleme

  • Naturkatastrophen

  • Autounfälle

  • Verschlimmerung einer chronischen Erkrankung

  • neu diagnostizierte schwere Erkrankungen

  • operative Eingriffe

  • Aufenthalt auf einer Intensivstation

  • Konsum oder Entzug illegaler Drogen.

Laut International Tako-Tsubo Registry sind – anders als beim ACS - in 9 von 10 Fällen Frauen betroffen. Obwohl der Name „Broken Heart Syndrom“ lautet, sind physische Auslöser häufiger als emotionale (36% bzw. 27,7%), obwohl bei mehr als einem Viertel der Betroffenen (28,5%) letztlich keine eindeutigen Auslöser erkennbar sind.

Patienten mit Stress-Kardiomyopathie haben auch häufiger neurologische oder psychiatrische Störungen und eine signifikant niedrigere linksventrikuläre Ejektionsfraktion (LVEF). In beiden Fällen ist die Häufigkeit schwerer stationärer Komplikationen (z.B. Schock, Tod) etwa gleich. Unabhängige Prädiktoren solcher Komplikationen sind physische Auslöser, akute neurologische/psychiatrische Erkrankungen, erhöhte Troponinspiegel und niedrige Werte für die LVEF.

Kommentar

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