Wehe, wenn die Wehen versagen! Testen Sie Ihr Wissen mit 5 Fragen zum physiologischen Kraftakt einer Geburt

Michel E. Rivlin

Interessenkonflikte

2. Februar 2018

Eine Geburt ist ein faszinierender physiologischer Kraftakt, der ein alleiniges Ziel hat: Fetus, Membranen, Nabelschnur und Plazenta aus dem Uterus auszutreiben. Mit den Wehen gehen biochemische Veränderungen im Bindegewebe einher. Sie sind das Ergebnis rhythmischer Uterus-Kontraktionen von ausreichender Frequenz, Intensität und Dauer. Am Ende dieses Vorgangs ist ein neuer Mensch geboren. Doch nicht immer funktioniert dieses evolutionär eingebrannte Programm reibungslos.

Wehen sind eine klinische Diagnose. Ihr Einsetzen ist als regelmäßige, schmerzhafte Uterus-Kontraktion definiert, die zu einer progressiven Verkürzung und Weitung der Cervix uteri führt. Eine Weitung der Zervix ohne Uterus-Kontraktionen spricht für eine Zervix-Insuffizienz. Gleichzeitig entsprechen Uterus-Kontraktionen ohne entsprechende Veränderungen der Zervix nicht der Definition von Wehen.

Durch die Aufzeichnung tausender Wehenverläufe, die zu unkomplizierten vaginalen Entbindungen führten, konnten die Zeiträume und Wegmarken eines normalen Wehenverlaufes definiert werden. Ein Abweichen von diesen Werten definiert die abnorme Wehentätigkeit, die mit einem erhöhten Risiko für einen ungünstigen Geburtsverlauf verbunden ist. Somit bedeutet eine abnorme Wehentätigkeit für den Geburtshelfer, die möglichen Alternativen zur normalen Geburt in Erwägung zu ziehen, um das Geburtsrisiko für Mutter und Kind möglichst gering zu halten.

Wie gut kennen Sie sich mit Wehen und Geburt aus? Überprüfen Sie ihr Wissen in diesem kurzen Quiz.

Kommentar

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