Quiz: Fit für die Party-Season – 5 Fragen zur Alkoholvergiftung. Kennen Sie alle Anzeichen und Erste-Hilfe-Maßnahmen?

Richard H. Sinert, DO

Interessenkonflikte

24. Februar 2020

Das Einsetzen der späteren Stadien einer Alkoholintoxikation kann auch durch die Aufnahme anderer Substanzen hinausgezögert werden, wodurch sich auch der Zeitraum bis zur Entwicklung einer metabolischen Azidose und anderer Symptome verlängert.

Die Symptome der Alkoholintoxikation hängen sowohl von der Serumkonzentration als auch von der Frequenz ab, mit der eine Person Alkohol zu sich nimmt. Eine Person, die also täglich große Mengen Alkohol zu sich nimmt, kann auch bei Serumalkoholspiegeln nüchtern wirken, bei denen ein „untrainierter“ Trinker bereits eine schwere zerebellare Dysfunktion zeigt.

Als allgemeine Regel lässt sich sagen, dass ein Spiegel unter 25 mg/dl mit einem warmen und behaglichen Gefühl verbunden ist. Euphorie und vermindertes Urteilsvermögen stellen sich etwa ab 25–50 mg/dl ein. Zu Koordinationsstörungen, verlängerten Reaktionszeiten und verlangsamten Reflexen sowie zu Ataxie kommt es etwa bei Spiegeln von 50–100 mg/dl. Eine zerebellare Dysfunktion (z.B. Ataxie, verwaschene Sprache, Nystagmus) beobachtet man in der Regel bei 100–250 mg/dl. Zum Koma kann es bei Werten darüber kommen. Atemdepression, Wegfall der Schutzreflexe und der Tod treten meist bei Werten über 400 mg/dl ein.

Die entscheidenden klinischen Wegweiser im Hinblick auf eine Alkoholintoxikation sind Veränderungen des psychischen Zustandes und der Alkoholgeruch in der Ausatemluft. Die Anwesenheit oder das Fehlen eines solchen Fötors kann jedoch die Diagnose Alkoholintoxikation weder bestätigen noch ausschließen.

Kommentar

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