Quiz: Fit für die Party-Season – 5 Fragen zur Alkoholvergiftung. Kennen Sie alle Anzeichen und Erste-Hilfe-Maßnahmen?

Richard H. Sinert, DO

Interessenkonflikte

24. Februar 2020

Alkohol wird hauptsächlich in der Leber verstoffwechselt. Primär werden dort etwa 90% des Alkohols abgebaut, während der Rest über Nieren und Lungen ausgeschieden wird. Bei Kindern wird Alkohol in der Leber mit einer Rate von etwa 0,2–0,3 g/kgKg/h abgebaut. Diese Clearance-Rate liegt über der von Erwachsenen (0,09–0,13 g/kgKg/h). Die toxische Dosis für einen Erwachsenen liegt bei etwa 5 mg/dl und beim Kind bei 3 mg/dl. Kinder entwickeln nach Aufnahme einer Einzeldosis rascher eine Hypoglykämie als Erwachsene. Eine Alkoholintoxikation ist bei älteren Jugendlichen bis zum Erwachsenenalter häufiger.

Bei Säuglingen und Kleinkindern nimmt die Alkoholintoxikation einen signifikant anderen Verlauf als bei Jugendlichen und Erwachsenen. Die Alkoholaufnahme und -intoxikation kann bei Ersteren eine deutliche Hypoglykämie auslösen. Alkohol wirkt sich dämpfend und beruhigend auf das gesamte ZNS aus, was eine Atemdepression mit Hypoxie einschließt. Kleine Kinder werden oft in die Klinik gebracht, nachdem sie die Reste alkoholischer Getränke getrunken haben, die für sie während und nach einer Feier zugänglich waren.

Die klassische Symptomtrias der Alkoholintoxikation bei Kindern besteht aus Koma, Hypoglykämie, und Hypothermie. Zu diesem Bild kommt es gewöhnlich ab einer Blutalkoholmenge von 50–100 mg/dl. Allerdings kann sich die Hypoglykämie auch bei Blutalkoholspiegeln unter 50 mg/dl bereits einstellen. Bei Personen mit nur kleinen Glykogenspeichern, wie etwa bei Säuglingen oder kleinen Kindern, die bereits mehrere Stunden nichts gegessen haben) können bereits relativ kleine Alkoholmengen eine Hypoglykämie auslösen.

Symptome der akuten Alkoholintoxikation sind:

  • ZNS-Depression

  • leichte Vasodilatation mit moderater Blutdruckabsenkung

  • Hautrötung

  • Urtikaria

  • Hemmung der Spermatogenese

  • Hypothermie

  • Tachykardie

  • myokardiale Depression

  • variable Pupillenreaktion

  • Atemdepression

  • verminderte pulmonale Sekretclearance

  • verminderte Empfindlichkeit gegenüber Fremdkörpern in den Atemwegen

  • Diurese

  • Enthemmung

  • Hypoglykämie

  • Verlust der feinmotorischen Fähigkeiten.

Kommentar

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