Der Fall: 46-Jähriger stürzte von der Leiter. Ein Monat später war er verwirrt, sein Wasserhaushalt gestört. Was war passiert?

Federico J. Teran, MD; Eric E. Simon, MD; Vecihi Batuman, MD

Interessenkonflikte

27. November 2017

Hintergrund

In der Hausarztpraxis erschien ein 46-jähriger Mann zur Verlaufskontrolle nach einem Krankenhausaufenthalt. 35 Tage zuvor war der Patient nach einem Leitersturz aus 6 m Höhe auf Beton zunächst in der Neurochirurgie aufgenommen worden. Anfänglich zeigte sich der Patient verwirrt, was der Gehirnerschütterung zugeschrieben wurde. Doch dies hatte sich nach wenigen Tagen in der Klinik wieder gelegt.

Während des Klinikaufenthaltes wurden CTs der Wirbelsäule und des Kopfes angefertigt. Dabei entdeckte man 2 unkomplizierte Frakturen in der unteren HWS ohne Hinwiese auf intrakranielle Blutungen oder andere Auffälligkeiten. Klinisch waren keine neurologischen Symptome gefunden worden. Der Patient war zu dem damaligen Zeitpunkt immobilisiert und die Schmerzen wurden mit Opioiden bekämpft. Eine operative Intervention war nicht erforderlich, sodass der Patient mit einer Halskrause und einer Medikation aus Acetaminophen und Oxicodon nach Hause entlassen werden konnte. Weitere Medikamente wurden nicht eingenommen.

In der medizinischen Vorgeschichte des Patienten gab es als einzige Besonderheit eine Nierensteinerkrankung 10 Jahre zuvor. Außerdem hatte er in den letzten 20 Jahren etwa eine Packung Zigaretten pro Tag geraucht und zu gesellschaftlichen Anlässen Alkohol getrunken. Vor der Entlassung war von internistischer Seite ein Natrium-Wert von 132 bis 134 mmol/l ermittelt worden. Es kam zu keinen weiteren Untersuchungen und der Patient wurde angewiesen, nicht zu viel Wasser zu trinken.

Kommentar

3090D553-9492-4563-8681-AD288FA52ACE
Wir bitten darum, Diskussionen höflich und sachlich zu halten. Beiträge werden vor der Veröffentlichung nicht überprüft, jedoch werden Kommentare, die unsere Community-Regeln verletzen, gelöscht.

wird bearbeitet....