Kurzes Quiz: Rätsel Kontaktdermatitis – testen Sie Ihr Wissen zu Erscheinungsbild und Therapie mit diesen 5 Fragen

William James, MD

Interessenkonflikte

24. Juli 2017

Eine schwere akute allergische Kontaktdermatitis wie etwa durch Giftiges Efeu erfordert häufig eine 2- bis 3-wöchige Kortisonbehandlung. Die meisten Erwachsenen benötigen eine initiale Dosis von 40-60 mg. Die oralen Kortikoide werden über 2-3 Wochen ausgeschlichen. Ein detaillierter Reduzierungsplan ist angesichts der Kürze der Steroidgabe jedoch nicht erforderlich. Die Gabe erfolgt aber über 2-3 Wochen, da bei einer kürzeren Medikation die Dermatitis nach Kontakt zum Giftigen Efeu gerne wiederkehrt. Statt dem oralen Prednison könne auch langwirkende Triamcinolone i.m. verabreicht werden.

Mögliche Komplikationen gehen auf Kortikoide zurück, vor allem bei einer Anwendung an den Augen. Dabei ist es ganz wichtig, eine langfristige Steroidapplikation zu vermeiden, da sonst die Gefahr eines Kataraktes, eines Glaukoms, einer Korneaausdünnung oder -perforation bis hin zum Verlust des Auges und noch eine Reihe anderer Probleme drohen.

Bentoquatam-Creme schafft eine lehmartige Barriere auf der Haut gegenüber dem Urushiol, bei dem es sich um ein öliges Harz im Giftigen Efeu, in der Gifteiche und im Sumach handelt. Bentoquatam ist kein Ersatz für Schutzkleidung in Form von Handschuhen, Stiefeln und durchgehender Kleidung. Wenn jedoch eine Exposition nicht völlig zu verhindern ist, kann eine solche Creme exponierte Hautstellen z.B. am Hals und im Gesicht schützen.

Eine schwere Dermatitis, vor allem mit einer stark einschränkenden Blasen bildenden Dermatitis der Hände, kann mit einer Diät behandelt werden, die arm an Mineralien und anderen Substanzen ist, gegen die eine Allergie besteht. Am häufigsten ist die nickelarme Diät, doch gibt es auch Empfehlungen für chrom- oder kobaltarme Diäten oder Empfehlungen, Perubalsam in Medikamenten aus dem Weg zu gehen (z.B. in Hämorrhoidenzäpfchen; in der EU seit 2005 als Duftinhaltsstoff in der Kosmetikindustrie verboten). Diese Empfehlungen können gelegentlich bei Patienten mit schwerer chronischer vesikulärer Dermatitis hilfreich sein.

Kommentar

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