Kurzes Quiz: 5 schwierige Fragen zu obstruktiver Schlafapnoe – wie gut kennen Sie sich zu Diagnose und Therapie aus?

Zab Mosenifar, MD

Interessenkonflikte

12. Juni 2017

Die Ätiologie der OSA kennt sowohl strukturelle als auch nicht strukturelle Faktoren, wozu auch genetische Faktoren zählen. In Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass kraniofaziale Anomalien ein bedeutender pathogenetischer Faktor sind, wenn man es mit nicht adipösen Patienten und mit Kindern zu tun hat. Da zudem verschiedene ethnische Gruppen bei unterschiedlichen Schweregraden der Adipositas stärker der OSA zuneigen, sollte besonders bei klinisch nachweisbaren kraniofazialen Anomalien an die Möglichkeit dieser Störung gedacht werden.

Populationsbasierte Studien zur Inzidenz der OSA wiesen Frauen nicht nur als seltener von einer OSA betroffen aus, sondern sie wurden auch später im Krankheitsverlauf korrekt diagnostiziert.

Die Hypothyreose ist mit einer Makroglossie und einer vergrößerten pharyngealen Weichteilmasse verbunden, wodurch sich auch das Risiko einer atmungsbedingten Schlafstörung erhöht. Zu einer Hypothyreose kann auch eine Myopathie gehören, die sich auf die Funktion der oberen Atemwege auswirkt. Obwohl sie mit der OSA in Verbindung gebracht wurde, gibt es keine Evidenzen dafür, dass die Prävalenz bei der OSA höher ist als in der Normalbevölkerung. Dementsprechend besteht bei OSA-Patienten auch keine Indikation für ein Routinescreening auf Hypothyreose, mit eventuell einer Ausnahme bei älteren Frauen.

Kommentar

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