Kurzes Quiz: 5 schwierige Fragen zu obstruktiver Schlafapnoe – wie gut kennen Sie sich zu Diagnose und Therapie aus?

Zab Mosenifar, MD

Interessenkonflikte

12. Juni 2017

Die AASM definiert die Apnoe als ein Aussetzen der Atmung für mindestens 10 s. Die Apnoe kann 30 s oder länger andauern. Die aktuellen Leitlinien der AASM haben die Definitionen der Begriffe Hypopnoe (empfohlen bzw. vertretbar) wie folgt aktualisiert:

  • empfohlen: Ein respiratorisches Ereignis wird als Hypopnoe gewertet, wenn sämtliche der folgenden Kriterien erfüllt sind: (1) Eine Verminderung des Atemflusses um mindestens 30% gegenüber dem Ausgangswert über die Bestimmung des nasalen Atemdrucks (diagnostischer Test), eine CPAP-Titrationsuntersuchung (continuous positive airway pressure) oder mithilfe eines alternativen Hypopnoe-Sensors (diagnostischer Test); (2) Die Dauer des mindestens 30%igen Rückgangs beträgt mindestens 10 s; (3) Ein Rückgang der Sauerstoffsättigung um mindestens 3% gegenüber dem Ausgangswert und/oder das Ereignis ist mit einem Arousal verbunden.

  • vertretbar: Ein respiratorisches Ereignis wird als Hypopnoe gewertet, wenn sämtliche der folgenden Kriterien erfüllt sind: (1) Eine Verminderung des Atemflusses um mindestens 30% gegenüber dem Ausgangswert über die Bestimmung des nasalen Atemdrucks (diagnostischer Test), eine CPAP-Titrationsuntersuchung (continuous positive airway pressure) oder mithilfe eines alternativen Hypopnoe-Sensors (diagnostischer Test); (2) Die Dauer des mindestens 30%igen Rückgangs beträgt mindestens 10 s; (3) Ein Rückgang der Sauerstoffsättigung um mindestens 4% gegenüber dem Ausgangswert.

Ein RERA bezeichnet ein Atemereignis, bei dem es für mindestens 10 s zu einer vermehrten Atemanstrengung mit nachfolgendem Erwachen kommt, ohne dass jedoch die Kriterien der Hypopnoe oder Apnoe erfüllt sind. Das Standardmessverfahren für die RERA ist nach Empfehlungen der AASM die Osöphagusmanometrie. Allerdings ist sie für den Patienten unangenehm und in den meisten Schlaflabors nur schwer oder gar nicht umsetzbar.

Eine reliable und auch valide Messmethode bedient sich einer Nasenbrille und eines Druckwandlers. Im Hinblick auf die Diagnose eines OSA finden sich keine klinisch signifikanten Unterschiede zur Osöphagusmanometrie. Bei beiden Verfahren wird ab einem Apnoe-Hypopnoe-Index von 5 von einer leichten Störung des Schlafes und ab 15 von einer mittleren Störung ausgegangen.

Obstruktive Apnoen und Hypopnoen lassen sich von zentral bedingten Ereignissen unterscheiden. Bei Ersteren geht es um eine fortgesetzte thorakoabdominale Atemaktivität bei einem partiellen oder totalen Aussetzen des Atemflusses, während bei zentralen Ereignissen die thorakoabdominalen Atemaktivitäten ausbleiben. Gemischte Ereignisse weisen Merkmale beider Formen auf. Sie beginnen im Allgemeinen ohne thorakoabdominale Atemaktivitäten und enden mit starken thorakoabdominalen Atemexkursionen und werden auch über den Apnoe-Hypopnoe-Index erfasst.

Kommentar

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