Psoriasis: Seit 01. März kann Ixekizumab verschrieben werden – Studien zeigen gute bis sehr gute Heilungserfolge

Nadine Eckert

Interessenkonflikte

1. März 2017

Seit heute können Ärzte  ihren Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis, die für eine  systemische Therapie in Frage kommen, den Interleukin(IL)-17A-Inhibitor  Ixekizumab (Taltz®; Lilly) verschreiben [1]. Der monoklonale Antikörper gilt als  vielversprechende neue Therapieoption bei Psoriasis, da er die störenden Hautveränderungen auch langfristig bei einem  Großteil der Patienten gut bis sehr gut abheilen lässt.

IL-17A ist  ein von Th17-Zellen freigesetztes Zytokin. Die Neutralisierung von IL-17A durch  Ixekizumab hemmt die Proliferation und Aktivierung hornbildender Zellen, die  bei der Pathogenese der Psoriasis eine Rolle spielen. Biologika wie Ixekizumab,  die verschiedene Entzündungswege im Körper hemmen, kommen in der systemischen  Therapie der Psoriasis zunehmend zum Einsatz.

Getestet  wurde Ixekizumab in dem Studienprogramm UNCOVER gegen Placebo. Nach einer Initialdosis von 160 mg Ixekizumab (2-mal 80 mg), gefolgt  von 80 mg Ixekizumab alle 2 Wochen wurde ein hohes Maß an Erscheinungsfreiheit  erreicht: Etwa 90% der Patienten erzielten in den ersten 12 Wochen eine PASI 75-Reduktion,  etwa 70% eine nahezu erscheinungsfreie Haut (PASI 90-Reduktion) und rund 40%  der Patienten eine völlig erscheinungsfreie Haut (PASI 100-Reduktion). Der Psoriasis Area Severety Index (PASI) ist das übliche  Maß, um bei Psoriasis die Schwere der Hautveränderungen zu beurteilen.

Rasch und anhaltend wirksam

Ixekizumab fiel in den  UNCOVER-Studien auch durch ein rasches Ansprechen der Patienten auf: Bereits  nach einer Woche konnten signifikante Verbesserungen nachgewiesen werden. Nach  2 Wochen Therapie mit dem Antikörper hatte sich die Plaque-Psoriasis um  durchschnittlich mehr als 50% verbessert. Etwa die Hälfte aller mit Ixekizumab behandelten  Patienten erreichte nach 4 Wochen einen PASI 75.

Insgesamt wurde Ixekizumab  in den Phase-3-Studien des UNCOVER-Studienprogramms bei mehr als 3.800  Patienten untersucht. Die längste Nachbeobachtung läuft bisher über 60 Wochen  und zeigt, dass das Ansprechen auf die Behandlung auch langanhaltend ist: Über  60 Wochen erreichten etwa 83% der Patienten unter Ixekizumab eine PASI  75-Reduktion, circa 73% eine PASI 90-Reduktion und rund 55% eine vollständig  erscheinungsfreie Haut.

Anwendung per Fertigpen

Ixekizumab wird mithilfe  eines Fertigpens oder einer Fertigspritze injiziert. Nach einer Initialdosis  von 2-mal 80 mg wird das Medikament in der Induktionsphase 12 Wochen lang alle  2 Wochen verabreicht, ab der Erhaltungsphase 1-mal alle 4 Wochen.

Der Antikörper gilt als gut  verträglich. Die häufigsten Nebenwirkungen in den Studien waren Reaktionen an  der Injektionsstelle und Infektionen der oberen Atemwege (am häufigsten  Nasopharyngitis). Sie führten in der Regel nicht zu einem Absetzen der  Behandlung. Die Nebenwirkungen nehmen in der Regel im Verlauf der Therapie ab.

REFERENZEN:

1. Lilly:  Pressemitteilung,1.  Februar 2017

Kommentar

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