Giftige Dämpfe in Flugzeugkabinen: Forscher finden Schadstoffe in Blut und Urin des Flugpersonals

Ute Eppinger

Interessenkonflikte

25. Februar 2016

Ärzte sollten mehr auf gesundheitliche Folgen von Fume Events achten

Heutelbeck bereitet es Sorgen, dass Patienten mit Symptomen infolge von Fume Events oft erst spät, wenn überhaupt, eine Überweisung in eine toxikologisch-arbeitsmedizinische Ambulanz erhalten. „Da fallen einige Patienten durchs Raster und es wird wichtige Zeit verloren. Wenn die Patienten nicht innerhalb eines bestimmten Zeitfensters untersucht werden, können wir die Schadstoffe nicht mehr nachweisen.“ Auch seien einige Beschwerden nach 2 bis 3 Wochen wieder verschwunden.

 
Wenn die Patienten nicht innerhalb eines bestimmten Zeitfensters untersucht werden, können wir die Schadstoffe nicht mehr nachweisen. PD Dr. Astrid Heutelbeck
 

Beschwerden infolge von Fume Events werden als „Verdacht auf einen Arbeitsunfall“ eingestuft. „Bei einem Arbeitsunfall muss der Patient zum Durchgangsarzt. Oft werden dort Beschwerden im Zusammenhang mit Fume Events nicht erkannt, der Patient mit unklaren Beschwerden wieder nach Hause geschickt“, ist Heutelbecks Erfahrung. Die Arbeitsmedizinerin möchte das Bewusstsein der Durchgangsärzte schärfen.

„Gemäß dem Vertrag zwischen Ärzten und Unfallversicherungsträger sind – soweit zur Klärung der Diagnose und/oder zur Mitbehandlung erforderlich – Ärzte anderer Fachrichtungen hinzuzuziehen. Das heißt der Durchgangsarzt darf Patienten mit Verdacht auf Fume Events an eine toxikologisch-arbeitsmedizinische Spezialsprechstunde überweisen. Es gibt auch seitens der BG Verkehr ein medizinisches Standardverfahren für die Erstversorgung nach Fume Event“, erklärt sie.

 

Kommentar

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