Fallgeschichte: Woher kommt der Ausschlag am Hodensack bei diesem 77-Jährigen?

Winston W. Tan, MD, Michael M. Soberano, DO, A. Toledo, DO, M.C. Tan

Interessenkonflikte

18. Januar 2016

In diesem Artikel

Das Prostatakarzinom ist der häufigste Tumor des Mannes und die zweithäufigste Todesursache. Obwohl es sich um einen langsam wachsenden Tumor handelt, sterben 33 000 der jährlich in den USA betroffenen 230.000 Männer (Deutschland 2012: rund 13.000 von 64.000)[1]. In den USA entwickeln schätzungsweise 10 % aller Männer während ihres Lebens ein Prostatakarzinom [2]. Zu den wichtigsten Risikofaktoren gehören Alter, Veranlagung, Ernährung und bestimmte Umweltfaktoren.

Ein Prostatakarzinom entwickelt sich, wenn die Zellteilungsrate und die Zellsterberate nicht mehr im Gleichgewicht stehen. Dies führt zu einem unkontrollierten Tumorwachstum. Nach der initialen Transformation betreffen zusätzliche Mutationen verschiedene Gene, wie etwas das Gen für p53 und das Retinoblastom. Dies kann zur Tumorprogression und zur Metastasierung führen. Die meisten Prostatakarzinome sind Adenokarzinome (95 %). Etwa 4 % der Fälle weisen die Morphologie des Übergangsepithels auf. Diese gehen mutmaßlich auf die urotheliale Auskleidung der prostatischen Urethra zurück. In sehr seltenen Fällen gibt es eine neuroendokrine Morphologie, die vermutlich auf entsprechende Stammzellen zurückgeht, die normalerweise in der Prostata vorkommen, oder auf eine aberrante Differenzierung währen der Zelltransformation. Plattenepithelkarzinome sind ebenfalls selten und machen 1 % der Prostatakarzinome aus. Viele dieser Fälle treten nach einer Bestrahlung oder Hormontherapie in Erscheinung.

Die meisten Prostatakarzinome entstehen in der Randzone (70 %), 15–20 % in der zentralen Zone und 10-15 % in der Transitorialzone. Sie treten überwiegend multifokal auf, wobei gleichzeitig mehrere Prostatazonen betroffen sind, was wohl auf klonale und nicht klonale Tumoren zurückzuführen ist.

Kommentar

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