Der klinische Fall: Atemnot und Flankenschmerz bei einem 24-Jährigen mit Down-Syndrom

Dieu-Thu Nguyen-Khoa, MD

Interessenkonflikte

8. Dezember 2014

In diesem Artikel

In unserer Reihe „Der besondere Fall“ präsentieren wir in loser Folge seltene und schwer zu diagnostizierende Fälle, wie sie die meisten Kliniker nur selten zu Gesicht bekommen, aber trotzdem erkannt werden sollten. Testen Sie an dem vorliegenden Fall Ihr diagnostisches und therapeutisches Wissen.

Hintergrund

In der Notaufnahme stellte sich ein 24-jähriger Mann mit Down-Syndrom vor, der jetzt seit vier Tagen unter beidseitigem Flankenschmerz, Hämaturie und Kurzatmigkeit litt. Der Patient kam mit seiner Mutter in den Untersuchungsraum, die auch den Großteil der anamnestischen Angaben übernahm. Ein Ausstrahlen der Schmerzen in andere Körperregionen wurde von dem Patienten verneint. Ebenso verneinte er eine Harnwegssymptomatik wie Dysurie oder häufigen Harndrang. Es wäre auch nicht zu Übelkeit und Erbrechen gekommen.

In der Anamnese gab es keine Hinweise auf Husten, Hämoptoe, Fieber, Schüttelfrost, Nachtschweiß oder ein Trauma in jüngster Vergangenheit. Die Darm- und Blasenfunktion war normal. Im Alter von drei Jahren hatte er sich aufgrund eines beidseitigen Kryptorchismus einer bilateralen Orchopexie unterziehen müssen. Es seien in letzter Zeit keine größeren Reisen unternommen worden. Die Mutter hatte keinen akuten Gewichtsverlust festgestellt. Weitere ernstere Erkrankungen oder chirurgische Eingriffe habe es nicht gegeben.

Der Patient rauchte nicht, trank keinen Alkohol und nahm keine illegalen Drogen. Gegenwärtig musste er keine Medikamente einnehmen und es war keine Medikamentenallergie bekannt.

Kommentar

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