Tumor im Magen-Darm-Trakt – aber welcher?

Oscar M. Crespin, MD | 24. Februar 2014

Autoren und Interessenkonflikte

Antwort: C. Geringe Zelldichte, Desmin positiv, CD34 und CD117 negativ.

Um zwischen einem Leiomyom des Magens und einem GIST unterscheiden zu können, werden histologische Eigenschaften der unterschiedlichen Läsionen herangezogen. In der feingeweblichen Aufarbeitung zeigen GIST eine höhere Zelldichte mit konsekutiv überwiegend basophilen Färbeeigenschaften, während Leiomyome eher zellärmere Tumore mit eosinophil imponierendem Muster darstellen.

Für die endgültige Differentialdiagnostik stehen immunhistochemische Untersuchungen zur Verfügung. Leiomyome des Magens sind demnach positiv für Desmin und Smooth Muscle Aktin. GIST sind hingegen negativ für Desmin, aber positiv für Zellmarker wie CD34 und CD117 (8,9).

Operative Therapie des Leiomyoms des Magens

Über die erste laparoskopische Resektion eines Leiomyoms des Magens wurde 1992 berichtet. Die Entfernung des inzidentell entdeckten Leiomyoms erfolgte im Rahmen einer elektiven, laparoskopischen Cholezystektomie (9).

Die operative Technik wird in der Regel in Abhängigkeit der Lokalisierung, der Größe, der Ausdehnung und dem präoperativ ermittelten Tumorstadium festgelegt. Manchmal ist aber auch eine intraoperative Konversion notwendig, die sich von den Befunden während der Operation ableitet.

Das laparoskopische Vorgehen bei Leiomyomen bietet sich üblicherweise als minimal invasives Verfahren an (10).

Referenzen

  1. Morgan BK, et al: Ann Surg. 1990;211:63-66.
    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1357895/
  2. Madan AK, et al: JSLS. 2004;8:77-80.
    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3015705/
  3. Tarcoveanu E, et al: JSLS. 2006;10:368-374.
    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10872521
  4. Miettinen M, et al: Am J Surg Pathol. 2000;24:211-222.
    http://ajcp.ascpjournals.org/content/supplements/117/Suppl_1/S49.full.pdf
  5. Schindler R, et al: Surg Gynecol Obstet. 1946;82:239-252.
    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21014133
  6. Shen EF, et al: Br J Surg. 2002;89:231-235.
    http://dx.doi.org/10.1046/j.1365-2168.2002.02002.x
  7. Buscarini E, et al: Gastrointest Endosc. 1999;49:184-191.
    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9925696
  8. Miettinen M, et al: Am J Surg Pathol. 2000;24:211-222.
    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10680889
  9. Lukaszczyk JJ, et al: J Laparoendosc Surg. 1992;2:331-334.
    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1489999
  10. Abdel Khalek M, et al: Minim Invasive Ther Allied Technol. 011;20:360-364.
    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21919811

Autoren und Interessenkonflikte

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 15. Januar 2014 auf Medscape.com präsentiert.

Autoren
Oscar M. Crespin, MD
Senior Research Fellow, Center for Videoendoscopic Surgery, University of Washington, Seattle, Washington

Es liegen keine Angaben zu Interessenskonflikten vor.

Ali Kagan Coskun, MD
Surgeon, University of Washington School of Medicine, Seattle, Washington

Es liegen keine Angaben zu Interessenskonflikten vor.

 
 

Brant K. Oelschlager, MD
Professor; Director, Center for Videoendoscopic Surgery; Director, Center for Esophageal and Gastric Surgery, Department of Surgery, University of Washington, Seattle

Interessenskonflikte: Brant K. Oelschlager war als Sprecher für EndoGastric Solutions tätig; und hat Forschungsgelder von Torax Medical EndoGastric Solutions und Cook Biotech erhalten.

 
 

Carlos A. Pellegrini, MD
Henry N. Harkins Professor and Chair, Department of Surgery, University of Washington School of Medicine, Seattle, Washington

Es liegen keine Angaben zu Interessenskonflikten vor.

Übersetzung
Dr. med. Christoph Eimer, Urologe

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